Bildung

Geroldswil und Oberengstringen brauchen mehr Schulraum

So soll der Anbau des Kindergartens Rötelacher in Geroldswil dereinstaussehen, falls die Gemeindeversammlung den Kredit spricht. zvg

So soll der Anbau des Kindergartens Rötelacher in Geroldswil dereinstaussehen, falls die Gemeindeversammlung den Kredit spricht. zvg

Die beiden Gemeinden rechts der Limmat müssen aus unterschiedlichen Gründen wachsen.

An den Gemeindeversammlungen von diesem Herbst befinden gleich zwei Dörfer rechts der Limmat über den Bau von neuen Räumen für Primarschule oder Kindergarten. Die Geroldswiler Exekutive plant, den Kindergarten Rötelacher an der Dorfstrasse mit einem Anbau auf gemeindeeigenem Grundstück auf der Südostseite des Gebäudes zu erweitern. Ein Kredit in der Höhe von 415 0Geroldswil und Oberengstringen00 Franken wird der Gemeindeversammlung am 7. Dezember vorgelegt.

Ein paar Kilometer weiter östlich in Oberengstringen geht es um einen Schulhausbau für rund 2,7 Millionen Franken. Die Schuleinheit Goldschmied-Sunnerai-Halde soll mit einem Neubau des Schulhauses Lanzrain erweitert werden. Einen Kreditantrag legt die Exekutive der Gemeindeversammlung am 23. November vor.

In Geroldswil entstammen die Pläne für einen Anbau des Kindergartens aber nicht etwa der Platznot. Wie die stellvertretende Gemeindeschreiberin Alexandra Deplazes auf Anfrage sagt, wird die Kapazität nicht gesteigert. «Viel eher ging es darum, den Richtlinien von Kindergartenbauten nachzukommen», sagt sie. Der Kindergarten Rötelacher erfülle heute die minimalen Anforderungen nicht mehr. So müssten solche Bauten beispielsweise einen Raum für Kleingruppenaktivitäten aufweisen. Auch fehle ein Büro für die Administrationsarbeiten der Kindergärtnerinnen und ein Raum für Elterngespräche. «Diese Bedürfnisse werden nun mit dem rund 28 Quadratmeter grossen und multifunktional nutzbaren Anbau befriedigt», so Deplazes.

«Bis 2019 wächst die Schule»

Anders als in Geroldswil platzen in Oberengstringen die Schulgebäude derzeit aus allen Nähten, wie Schulpräsidentin Elsbeth von Atzigen (parteilos) auf Anfrage sagt. Am 26. Oktober wird der Gemeinderat an einer Informationsveranstaltung ein Projekt für einen Schulhausneubau beim Lanzrain präsentieren. «Der Zuwachs an Kindern macht diesen Bau notwendig», sagt sie. So habe man in der Regel zwischen zwei und zweieinhalb Parallelklassen beim Start der Primarschule. Seit diesem Schuljahr und aufgrund von Prognosen auch in den weiteren sind es jedoch deren drei. «Diese Entwicklungen sind zwar Schwankungen unterzogen, doch können wir aufgrund der Geburtenraten sagen, dass bis zum Schuljahr 2017/18 jährlich drei Primarklassen starten werden», sagt sie. Auf den Sommer 2019 zeichne sich zudem eine weitere Zunahme der Anzahl Kindergartenkinder ab.

Zwar werden die Details zum Projekt Lanzrain erst an der Informationsveranstaltung bekannt gegeben, doch verrät von Atzigen bereits, dass es sich um einen Bau handelt, der aufgrund seines Raumkonzepts gleichwohl von Primar- wie auch von Kindergartenklassen genutzt werden kann. Geplant sind drei Klassenzimmer-Einheiten, das heisst drei Schulzimmer mit jeweils einem dazugehörigen Gruppenraum. Dieser Neubau lasse sich für die Zukunft, je nach Bedarf, auch um Räume etwa für Tagesstrukturen erweitern, sagt sie weiter.

Eine Kindergartenklasse mehr

Nicht nur auf den Raumbedarf der Primarklasse hat der Schülerzuwachs an Schülern Auswirkungen. «Seit wir die Anzahl Kindergartenklassen von sechs auf sieben aufstocken mussten, wurde auch hier der Platz knapp», so von Atzigen. Beispielsweise habe man beim Kindergarten Haggenacker einen Gruppenraum in einer privaten Liegenschaft dazu mieten müssen. «Zwar ist dies eine gute Notlösung», so von Atzigen, «doch eignet sich der Raum nicht für alle Nutzungen.»

Meistgesehen

Artboard 1