Geroldswil
Stimmberechtigte winkten an der Kirchgemeindeversammlung das Budget kommentarlos durch

Die Katholiken aus Weiningen, Geroldswil und Oetwil bewilligten am Sonntag Budget und Steuerfuss. Die Kirchenpflege wies darauf hin, dass sie für die kommende Amtsperiode vor allem um jüngere Mitglieder froh ist.

Virginia Kamm
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In der katholischen Kirche St. Johannes in Geroldswil trafen sich die 26 anwesenden Stimmberechtigten am Sonntag.

In der katholischen Kirche St. Johannes in Geroldswil trafen sich die 26 anwesenden Stimmberechtigten am Sonntag.

Severin Bigler

Die 26 anwesenden Stimmberechtigten der katholischen Kirchgemeinde St. Johannes bewilligten am Sonntag einstimmig das Budget und den Steuerfuss für das kommende Jahr. Die Kirchgemeindeversammlung der Weininger, Geroldswiler und Oetwiler Katholiken dauerte nur 25 Minuten. «Die Versammlung verlief ohne Kommentare und Diskussionen», sagt Kirchenpflegepräsident Hans Hintermann auf Anfrage.

Das Budget 2022 sieht einen Gesamtaufwand von 1,09 Millionen Franken und einen Ertrag von 101'000 Franken vor. Somit bleibt ein zu deckender Aufwandüberschuss von 989'000 Franken. Es ist ein Steuerertrag von 970'000 Franken budgetiert, was einen Aufwandüberschuss von rund 19'000 Franken ergibt. Der Steuerfuss bleibt bei unveränderten 9 Prozent. Die Rechnungsprüfungskommission hatte zuvor beide Punkte zur Annahme empfohlen.

Entschädigung der Kirchenpflege und der RPK steigen

Für das kommende Jahr ist eine Erhöhung der Entschädigung für die gesamte Kirchenpflege von rund zehn Prozent, also 3500 Franken jährlich, und für die gesamte Rechnungsprüfungskommission (RPK) um 20 Prozent, also 600 Franken jährlich, budgetiert. Gegenüber dem Budget 2021 ergebe sich bei den Personalkosten ein Minderaufwand von 65'000 Franken, dies unter anderem dank einer Neuorganisation der Katecheten, heisst es im beleuchtenden Bericht. Es seien keine besonderen Unterhaltskosten für die Liegenschaften und keine Investitionen geplant.

An der Kirchgemeindeversammlung informierte die Kirchenpflege auf Anfrage eines Gemeindemitglieds die Anwesenden, dass die befürchteten coronabedingten Steuerausfälle dieses Jahr ausgeblieben seien. Darum stützen sich die Steuereinnahmen im Budget 2022 auf jene des Budgets 2020. Zudem machte Kirchenpflegepräsident Hans Hintermann die Gemeinde darauf aufmerksam, dass im nächsten Juni Wahlen seien und die Kirchenpflege sowie die Rechnungsprüfungskommission neue Mitglieder suchen. «Sporadische Helfer haben wir jeweils genug», sagt er. «Es ist aber schwierig, Leute zu finden, die sich festlegen wollen.» Besonders um jüngere Mitglieder wären die Gremien froh.

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