Geroldswil
Nie mehr zur Altstoffsammelstelle: Jetzt ist das Recycling-Unternehmen Mr. Green offiziell im Dorf unterwegs

Die Gemeinde Geroldswil hat Mr. Green eine Konzession erteilt. Die Wertstoffe werden künftig auf dem Areal der Limeco sortiert.

Virginia Kamm und Florian Schmitz
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Nutzerinnen und Nutzer von Mr. Green müssen ihre Dosen nicht mehr bei der Altstoffsammelstelle entsorgen.

Nutzerinnen und Nutzer von Mr. Green müssen ihre Dosen nicht mehr bei der Altstoffsammelstelle entsorgen.

Patrick Luethy

Die Gemeinde Geroldswil hat dem Recycling-Unternehmen Mr. Green eine offizielle Konzession erteilt. Die Abfallsäcke von Mr. Green kann man mit verschiedenen wiederverwertbaren Stoffen wie Alu, Altglas oder Plastik füllen. Je nach Abonnement werden drei bis fünf Säcke ein- oder zweimal monatlich abgeholt. So entfällt der Gang zur Altstoffsammelstelle oder zum Grossverteiler. Das Ganze kostet zwischen 17.90 Franken und 34.90 Franken pro Monat.

«Unter anderem bilden die Sammlungen eine sinnvolle Ergänzung zum bereits vorhandenen Angebot und stellen insbesondere auch für Personen mit Mobilitätseinschränkungen einen grossen Mehrwert dar», begründet die Gemeinde ihren Entscheid in einer Mitteilung. Das Angebot sei in Geroldswil zwar auch jetzt schon genutzt worden. Da die Entsorgung aber Gemeindeaufgabe sei, habe der Gemeinderat dem Unternehmen nun eine offizielle Konzession erteilt.

Die Materialien sollen im Bezirk bleiben

Schon im vergangenen Februar hiess es vonseiten der Gemeinde Geroldswil, dass man eine Zusammenarbeit mit Mr. Green prüfe. Geroldswil ist nicht die erste Gemeinde, die mit dem Unternehmen kollaboriert. Die Stadt Schlieren hat bereits im November 2018 eine Zusammenarbeit beschlossen. Und im September 2020 folgte Dietikon: Die Stadt gab damals bekannt, gemeinsam mit weiteren Gemeinden aus dem Bezirk einen Konzessionsvertrag mit der Recycling-Firma abschliessen zu wollen.

Auch die Konzession der Gemeinde Geroldswil stützt sich auf den Vertrag aus dem Jahr 2020: «Die gesammelten Fraktionen werden auf dem Areal der Limeco sortiert und den bereits vorhandenen Entsorgungskreisläufen zugeführt», schreibt die Gemeinde. So bleiben die Materialien im Bezirk und vorhandene Entsorgungswege und Infrastrukturen werden genutzt. Um das Aussortieren kümmern sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozial engagierten Limmattaler Dock-Gruppe.

Bisher wurde am meisten Altglas gesammelt

Der Dietiker Infrastrukturvorstand Lucas Neff (Grüne) präsentierte Anfang November im Gemeinderat in der Fragestunde Zahlen zum ersten halben Jahr nach Abschluss des Konzessionsvertrags. So nutzten in Dietikon 30 Kundinnen und Kunden das Angebot von Mr. Green, im ganzen Bezirk waren es 223 Menschen. Innerhalb von sechs Monaten sammelte das Recycling-Unternehmen laut Neff insgesamt 7,8 Tonnen wiederverwertbare Stoffe ein. Davon waren 4,2 Tonnen Altglas, 1,08 Tonnen PET, 733 Kilogramm andere Plastikflaschen, 333 Kilogramm brennbares Sperrgut. Auch kleinere Mengen Leichtmetall, Elektronikgeräte und Textilien wurden von Mr. Green gesammelt.

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