Gemeindeversammlung

Geroldswil ist zurück in den schwarzen Zahlen

Die Geroldswiler Gemeindeversammlung findet statt am Montagabend, 12. Juni, um 20 Uhr im Saal des Hotels Geroldswil. (Bild: Gemeindehaus Geroldswil)

Die Geroldswiler Gemeindeversammlung findet statt am Montagabend, 12. Juni, um 20 Uhr im Saal des Hotels Geroldswil. (Bild: Gemeindehaus Geroldswil)

Die zweijährige Durststrecke ist zu Ende: Die Geroldswiler Jahresrechnung hat mit einem Plus von rund 210 000 Franken abgeschlossen.

In den beiden Vorjahren hatte man noch Defizite von etwas mehr als 1,2 Millionen Franken erzielt. Auch beim Eigenkapital sieht es wieder besser aus: Es wurde zusätzlich erhöht durch 300 000 Franken Bewertungsgewinne und stieg 2016 gesamthaft von rund 15,7 auf 16,2 Millionen Franken. Über die Jahresrechnung 2016 stimmt die Gemeindeversammlung am Montag ab.

Das Rechnungsergebnis ist rund 1,7 Millionen Franken besser als budgetiert. Der Jahresabschluss stimme optimistisch, teilt der Gemeinderat in der Weisung mit. Zum positiven Ergebnis haben insbesondere auch diverse Minderkosten beigetragen, die zusammen rund eine Million Franken ausmachen. So resultierten zum Beispiel wie schon im Vorjahr eine gute Viertelmillion Franken weniger Beitragsleistungen für Fremdplatzierungen in Kinder- und Jugendheimen als budgetiert.

Der Gemeinderat erklärt in der Weisung, dass er an seinem Ziel festhalte, den Steuerfuss (heute 97 Prozent) weiterhin unter dem kantonalen Mittel zu halten. Dieses Mittel liegt derzeit bei 105,5 Prozent. Im rechten Limmattal hat nur Oetwil mit 94 Prozent einen tieferen Steuerfuss als Geroldswil.

Abweichung um 17 Prozent

Neben der Jahresrechnung steht auch die Bauabrechnung zur Erweiterung des Kindergartens Rötelacher an. Den Kredit in der Höhe von 415 000 Franken hatte die Gemeindeversammlung im Dezember 2015 genehmigt. Die Abrechnung schliesst mit Gesamtkosten von knapp 345 000 Franken und damit rund 70 000 Franken besser als ursprünglich budgetiert. Das entspricht einer Abweichung von rund 17 Prozent des gesprochenen Baukredits.

Eine ziemlich grosse Abweichung also. Wie der Gemeinderat mitteilt, waren die Minderkosten auf günstigere Arbeitsvergaben, sowie weniger Honorar für Submissionen und Bauleitung zurückzuführen. Dazu wurden am Projekt als solches noch Verschiedenes geändert. Die Erweiterung des Kindergartens rötlicher wurde im Dezember 2016 bezogen. Dann genehmigte der Gemeinderat auch den neuen Mietvertrag mit der Primarschule Oetwil-Geroldswil. Der Mietzins wurde erhöht, schliesslich mietet die Primarschule mit dem erweiterten Kindergarten nun mehr Raum von der Gemeinde.

Die grossen Minderkosten in der Kindergarten-Bauabrechnung und die neu wieder schwarzen Zahlen in der Jahresrechnung dürften im Nachgang der Gemeindeversammlung mit ein Grund sein, bei einem Glas anzustossen. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern beide traktandierten Geschäfte zur Annahme.

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