Die 56 anwesenden Stimmberechtigten segneten an der Gemeindeversammlung von Mittwochabend das Budget der politischen Gemeinde Aesch wie auch jenes der Primarschulgemeinde für das kommende Jahr einstimmig ab. Der Gesamtsteuerfuss mitsamt der Sekundarschulgemeinde bleibt demnach auf dem bisherigen Niveau von 87 Prozent. Auf die politische Gemeinde entfällt ein Anteil von 28 Prozent. Dies, bei einem Gesamtaufwand von 5,7 Millionen Franken und einem Ertrag von 5,9 Millionen Franken. Daraus wird voraussichtlich ein Ertragsüberschuss von knapp 200 000 Franken entstehen. Finanzvorstand der politischen Gemeinde Diego Bonato (SVP)  geht von einem Steuerertrag von 6,4 Millionen Franken aus. Dieser Wert übertrifft jenen vom aktuellen Jahr um rund 400 000 Franken. Die vorhergesagte Steuerkraft der politischen Gemeinde liegt über dem kantonalen Mittel, wodurch Aesch an den Finanzausgleich beisteuern muss. Namentlich sind dies 114 000 Franken.

Gemeinde wächst um 12 Prozent

Per Ende 2018 rechnet der Gemeinderat mit einer Einwohnerzahl von 1500 Personen. Dies entspricht einer Zunahme von 12 Prozent, heute vor einem Jahr lebten lediglich 1341 Menschen in der Gemeinde. Das Wachstum ist zwar noch nicht abgeschlossen, es verlangsamt sich aber. Ende 2019 sollen 1550 Menschen in Aesch wohnen, ein Plus von 3 Prozent. Bis 2022 sollen es gar 1700 Einwohner sein. „Aesch ist und bleibt in Bewegung“, sagte Bonato.

Mit diesem Zuwachs kommen auch grosse Investitionen auf die Gemeinde zu. Für rund 14 Millionen Franken baut sich Aesch ein neues Mehrzweckgebäude. Auf fünf Jahre hinaus will die Gemeinde gar 16,2 Millionen investieren – unter anderem für Strassen und den Kauf von Tiefgarage-Plätzen. Dazu ist Aesch zwar zu einer Neuaufnahme von Schulden von unterm Strich 5,5 Millionen Franken verpflichtet. „Doch nur so kann die Gemeinde ihre Aufgaben erfüllen“, sagte Bonato. Eine Steuererhöhung in den kommenden fünf Jahren sei aber nicht nötig, wie er betonte.

Auch bei der Primarschule bleibt alles stabil

Für das kommende Jahr rechnet die Primarschulpflege mit einer ziemlichen Punktlandung. Bei einem Aufwand von 2,97 Millionen Franken wird ein Ertrag von 2,94 Millionen erwartet. Dies, bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 38 Prozent. Finanzvorsteher der Primarschule, Jürg Niederbacher von der FDP, betonte, dass im Vergleich zum Vorjahr Mehrausgaben von rund 180 000 Franken getätigt werden mussten. „Das Bevölkerungswachstum schlägt sich nun auch in der Schule nieder.“ Auch das Budget der Schule wurde von den 56 Anwesenden einstimmig angenommen.

An der Versammlung der Sekundarschulgemeinde Birmensdorf-Aesch von Ende November wurde eine Steuerfusssenkung von 21 auf 20 oder gar 19 Prozent verlangt, da ein Plus von rund 300 000 Franken resultieren würde. Wegen dem Bau einer neuen Schulsporthalle und der Erweiterung und Erneuerung der Schulhäuser Brüelmatt 1 und 2 wollte die Sekundarschulpflege die Reserven erhöhen. Die beantragte Senkung blieb damals chancenlos, weshalb der Steuerfuss der drei Güter auf 87 Prozent bleibt.