Uitikon
Gemeindeversammlung steht an: Mehr Sport oder mehr sparen?

Die Gemeindeversammlung wird über die Erweiterung des Fussball- und Tennisplatzes debattieren. Die Schule befindet über die Fusion der Oberstufe mit Birmensdorf-Aesch. Die Geschäfte werden zuhanden der Urnenabstimmung verabschiedet.

Flavio Fuoli
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Der FC Uitikon kämpft um einen zusätzlichen Kunstrasenplatz.

Der FC Uitikon kämpft um einen zusätzlichen Kunstrasenplatz.

Flavio Fuoli

Nächsten Dienstag laden die Politische und die Schulgemeinde zu einer vorberatenden Gemeindeversammlung ein. Sie wird die Erweiterung der Sportanlagen Im Sürenloh und die Fusion der Oberstufe mit der Sekundarschule Birmensdorf-Aesch zuhanden der Urnenabstimmung vom 3. März verabschieden.

Für die Sportanlagen unterbreitet der Gemeinderat der Versammlung einen Gesamtausbau mit Kosten von 4,5 Millionen Franken, der beide Sportarten berücksichtigt, sowie einen Alternativvorschlag, der mehrheitlich dem Fussballclub zugutekäme. Für diesen lägen die Kosten in der Höhe von 2,59 Millionen Franken. Das zweite Projekt würde keine Erweiterung der Platzkapazitäten der Tennisanlage beinhalten.

Der Gemeinderat empfiehlt die erste Variante, die den zusätzlichen Bau eines Kunstrasenplatzes für die Fussballer sowie den Ausbau der Tennisinfrastruktur beinhaltet. Er stützt sich unter anderem auf Zahlen, die bei beiden Vereinen eine deutliche Zunahme an Mitgliedern voraussagen. Und das mit gutem Grund: Uitikon wird in naher Zukunft stark wachsen. Der Gemeinderat erinnert an die Wachstumsgebiete Leuen-Waldegg und Schlierenstrasse. Wenn diese gebaut seien, werde der Druck auf die Sportvereine, weitere Mitglieder aufzunehmen, zunehmen.

RPK opponiert beide Varianten

Schon heute muss der Fussballclub eine Warteliste führen, die im vergangenen Jahr 20 Namen umfasste. Bis 2020 rechnet er mit zwischen 40 und 50 Wartenden. Beim Tennisclub sieht die Lage nicht viel anders aus. 2012 waren 160 Junioren angemeldet, 2020 könnten es bereits 250 sein.

Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) könne eine Kapazitätserweiterung des Fussballplatzes nachvollziehen, schreibt sie in einer Weisung, diese könne aber mit dem Umbau des bestehenden Platzes in einen Kunstrasenplatz bewerkstelligt werden. Hier widerspricht der Fussballclub. «Der Umbau würde keinen Sinn machen und unsere Probleme in keinerlei Hinsicht lösen», argumentiert FCU-Präsident Peter Haussmann. Dies könne nur ein zweiter Platz.
Ferner ist die RPK der Ansicht, für den Tennisplatz sei die Notwendigkeit der Erweiterung der Kapazitäten nicht nachgewiesen. Sie ist zudem der Meinung, dass die Gebote der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit verletzt würden. Folgerichtig empfiehlt die RPK die Ablehnung beider Varianten an der Urne und verlangt vom Gemeinderat günstigere Alternativen.

Zu kleine Sekundarstufe

Mit 62 Schülerinnen und Schülern ist die Sekundarschule Uitikon zu klein. Gefordert wären 150. Nun schlägt die Schulpflege eine Fusion mit der Sekundarschulgemeinde Birmensdorf-Aesch vor. Vorgesehen ist ein Beitritt auf den 1. Januar 2015. Die Schule hätte ihren Standort in Birmensdorf und würde rund 250 Schülerinnen und Schüler umfassen.

Für die Uitiker Schulpflege würde eine Fusion mehr pädagogische und organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Die Rechtsform der Kreisschulgemeinde würde den Eltern und der Bevölkerung Uitikons weiterhin die Möglichkeit der Mitsprache offen halten. Einen Wermutstropfen hätte die Sache allerdings in steuerlicher Hinsicht. Man rechnet mit einer jährlichen Mehrbelastung von voraussichtlich sechs bis sieben Steuerprozenten.