Grund dafür ist der Einzug, respektive der Wiedereinzug von GLP und DP, die auf Kosten von CVP und EVP je einen Sitz gewinnen konnten. Der erste Grünliberale im Dietiker Stadtparlament heisst Sven Johansen; seine Partei konnte auf Anhieb 2,7 Prozent Wählerstimmen gutmachen. Für die Demokratische Partei Dietikon stellt die Wahl ihres Parteipräsidenten Martin Müller eine Wiederkehr ins Parlament dar: Jahrelang politisierte dort der legendäre Alfred Schlumpf für die Kleinpartei. Während es der DP im Jahr 2002 nicht gelang, ihren Sitz zu halten, schaffte sie dieses Jahr den Sprung zurück – wohlgemerkt mit einem geringeren Wähleranteil als 2002.

Sitze verloren haben demgegenüber die CVP und die EVP. Bei den Christdemokraten abgewählt wurden nicht nur Ottilie Dal Canton, sondern auch Dominik Lamprecht, der erst 2013 zum Ortsparteipräsidenten auserkoren wurde. Viel Boden gutmachen konnte bei den Parlamentswahlen dagegen CVP-Kandidat Reto Siegrist, der jedoch den Sprung in den Stadtrat verpasste. Auf dem Listenplatz 11 gestartet, schaffte er es im Parlament zum zweitbesten Resultat seiner Partei, deren Wähleranteil auf neu 14,3 Prozent sank.

Auch bei der EVP wurden mit Naemi Weinmann und Werner Synnatschke zwei Bisherige abgewählt, während mit Nadine Burtscher eine Neue in den Gemeinderat einziehen wird.

SVP bleibt stärkste Partei

Dort wird die 19-Jährige auf ihren Vater Rochus treffen, der mit dem zweitbesten Resultat seiner Partei, der SVP, die Wiederwahl mühelos schaffte. Mehr Stimmen erzielte nur Roger Bachmann, dem gestern jedoch auch der Sprung in den Stadtrat gelang, und für den die auf der Ersatzliste Erstplatzierte Karin Dopler nachrückt. Insgesamt konnte die SVP ihre 12 Sitze halten. Sie bleibt damit die stärkste Partei im Bezirkshauptort, obwohl ihr Wähleranteil leicht auf neu 33,4 Prozent sank. Neu schafften Koni Lips und Daniela Howald die Wahl.

Auch die SP schaffte es, ihre sieben Sitze zu verteidigen und bleibt mit 17,8 Prozent Wähleranteil die Nummer Zwei im Parlament. Neu gewählt wurde der ehemalige Schlieremer Stadtingenieur Manuel Peer, nicht mehr angetreten war Angela Gullo-Serratore.

Grüne, FDP und AL stabil

Stabil bleiben auch die Sitzzahlen der Freisinnigen, Grünen und der Alternativen Liste. Die FDP konnte entgegen dem nationalen Trend gar rund ein Prozent Wählerstimmen gutmachen und ist weiterhin mit ihren vier bisherigen Gemeinderäten vertreten. Auch bei den Grünen verändert sich nichts: Alle drei Bisherigen schafften die Wiederwahl. Schliesslich hält für die AL Ernst Joss die Stellung. Auch ihr gelang zudem ein leichter Anstieg der Stimmenanteile.