Bergdietikon
Gemeinderatswahl: Ralf Dörig (FDP) holt am meisten Stimmen

Alle fünf Bergdietiker Gemeinderatskandidaten wurden gewählt. Von den drei Neuen holte sich Françoise Oklé (FDP) am meisten Stimmen. Urs Emch (SVP) und Ralf Dörig (FDP) geben im Juli bekannt, wer von ihnen Ammann werden will.

David Egger
Merken
Drucken
Teilen
330 Stimmen: FDP-Gemeinderat Ralf Dörig geht als Sieger aus den Bergdietiker Gesamterneuerungswahlen hervor. Auch die anderen vier Kandidaten übertrafen das absolute Mehr deutlich.

330 Stimmen: FDP-Gemeinderat Ralf Dörig geht als Sieger aus den Bergdietiker Gesamterneuerungswahlen hervor. Auch die anderen vier Kandidaten übertrafen das absolute Mehr deutlich.

Limmattaler Zeitung

Bei der Gesamterneuerungswahl des Bergdietiker Gemeinderats für die Amtsperiode 2018 bis 2021 haben alle fünf Kandidaten das absolute Mehr von 161 Stimmen geschafft. Am meisten Stimmen holten die bisherigen Gemeinderäte Ralf Dörig (FDP) mit 330 und Urs Emch (SVP) mit 306 Stimmen.

Von den drei neuen Gemeinderäten war Françoise Oklé (FDP) mit 294 Stimmen am erfolgreichsten. Dahinter folgt Jean-Claude Rebetez (FDP) mit 278 Stimmen. Er liegt damit genau zwei Stimmen vor Paul Monn (parteilos).

Über hundert Stimmen für Nicht-Kandidaten

Weiter gab es 117 vereinzelte gültige und 322 vereinzelte leere Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 20,6 Prozent, also noch tiefer als 2013 (25,3 Prozent).

Wer wird den neuen Gemeinderat als Ammann und Vizeammann anführen? Emch und Dörig gaben bereits im Vorfeld bekannt, dass sie für diese Ämter kandidieren werden. Die Wahl ist auf den 15. Oktober angesetzt. Im Juli wollen sich die beiden festlegen, wer als was kandidiert. Auch mit den neuen Gemeinderäten sei noch darüber zu diskutieren. «Das Amt als Ammann interessiert mich, das kann ich schon mal sagen», erklärte Dörig am Sonntag.

Das Wahlergebnis birgt auch Überraschungen: So hatte Dörig nicht damit gerechnet, dass er und Emch vorne liegen. Denn in ihrer bisherigen Amtszeit – beide sind seit 2014 im Amt – hatten sie viel Kontroverses zu bearbeiten. Ein Beispiel ist das Alterszentrum Hintermatt. Emch sieht es ähnlich. Er verweist darauf, dass er und Dörig 2013 als Neue gleich zwei Bisherige hinter sich liessen: «Es ist schon eine Genugtuung, dass diesmal die Bisherigen am meisten Stimmen geholt haben.» Dass Emch im Vergleich zu 2013 den Rückstand auf Dörig von 40 auf 24 Stimmen reduziert hat, schreibt er dem Zufall zu.

Doppelte Freude bei Françoise Oklé

Doppelte Freude herrscht bei der FDP-Parteipräsidentin Françoise Oklé. Zum einen hat ihre Partei zwei zusätzliche Sitze erobert. Zum anderen holte sie von den neuen Gemeinderäten am meisten Stimmen. «Da man mich als Parteipräsidentin und frühere Schulpflegerin im Dorf kennt, habe ich natürlich schon gehofft, dass es für mich viele Stimmen gibt», sagt Oklé. Ist ihr Wahlerfolg nun ein Steilpass, um sich für die Ammann-Wahl ins Gespräch zu bringen? Oklé winkt ab: «Ein solches Amt reizt natürlich immer. Aber es ist besser, wenn es ein Bisheriger macht.»

Auch Jean-Claude Rebetez (FDP) hat es nicht auf das Amt als Ammann oder Vizeammann abgesehen. Rebetez präsidierte vor längerer Zeit mal die FDP-Ortspartei und sass auch schon in diversen Kommissionen. «Jetzt freue ich mich sehr auf das Amt als Gemeinderat», sagte er am Sonntag.

«Als Unabhängiger in den Gemeinderat, das ist doch tiptop»

Die alten und neuen Gemeinderäte kennen sich bereits aus ihren verschiedenen früheren Positionen. «Das wird eine gute Gruppe», ist Paul Monn (parteilos) überzeugt. Dass er am Sonntag als fünfter von fünf den letzten Platz holte, ist für Monn kein Thema: «Ich habe es als Unabhängiger ohne Partei im Rücken in den Gemeinderat geschafft, das ist doch tiptop», freut er sich. Auch er wird sich nicht in die Ammann-Wahl einmischen.

Die 20 Mitglieder und Ersatzmitglieder von Wahlbüro, Schulpflege, Steuer- und Finanzkommission wurden im Vorfeld in stiller Wahl gewählt. Auch dort sind über die Hälfe (nämlich zwölf) neue Köpfe. Zehn sind parteilos, acht sind Mitglieder der FDP und zwei gehören der SVP an.