Oberengstringen
Gemeinderatskandidat für zwei Tage: Kaufmann will nun doch nicht

Dominik Kaufmann, der am Freitag seine Kandidatur für den Oberengstringer Gemeinderat bekannt gab, hat sich umentschieden. Dies machte er gestern publik.

Alex Rudolf
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Der verflixte 7. Kandidat: Die Gemeinde Oberengstringen tut sich schwer, den letzten Kandidaten für den Gemeinderat zu finden.

Der verflixte 7. Kandidat: Die Gemeinde Oberengstringen tut sich schwer, den letzten Kandidaten für den Gemeinderat zu finden.

Sandro Zimmerli

Der Grund für den Rückzug: «Am Samstag bekam ich den Bescheid, dass ich und meine Frau unseren Traum vom Eigenheim realisieren können», so Kaufmann. Da er nun die Gemeinde innert der nächsten anderthalb Jahre verlassen wird, habe er sich dazu entschieden, nicht anzutreten. «Gegenüber den Wählern wäre es unfair, nach nur so kurzer Zeit zurückzutreten», erklärt er weiter. Dass zwischen Ankündigung und Rückzug seiner Kandidatur nur gerade zwei Tage liegen, sei unglückliches Timing, relativiert er. Sein neuer Wohnort liegt in der Region. Auf die Frage, ob er sich dort für ein politisches Amt aufstellen lassen werde, antwortet Kaufmann mit: «Ich sage niemals nie.»

Der parteilose Dominik Kaufmann politisiert mitte-rechts.

Der parteilose Dominik Kaufmann politisiert mitte-rechts.

zvg

Nun ist Oberengstringen wieder gleich weit wie vorher. Am 30. März stellen sich sechs Kandidaten für die sieben Sitze zur Verfügung. Dies sind die Bisherigen René Beck (CVP), Jürg Bruppacher (CVP), Claudia Trüb (FDP), Elsbeth von Atzingen (parteilos), Jean Fritz Weber (SVP) und Gemeindepräsident André Bender (SVP). Dass sich bis zum Wahltermin in knapp zwei Wochen noch ein Kandidat finden lässt, scheint fraglich. Daher besteht die Möglichkeit, dass Stefan Bolz (AL) in den Gemeinderat einziehen wird. Dieser kündigte im AL-Wahlversand an, wenn vor dem ersten Wahlgang kein Kandidat gefunden werde, er sich im zweiten zur Verfügung stelle.

Dass Bolz nun bereits im ersten Wahlgang kandidiert, kommt noch immer nicht infrage. Bolz erklärt, dass er sich nur aufstellen lassen wolle, wenn er sich der Unterstützung einer der grossen Parteien sicher sein könne. «Ist dies nicht der Fall, dann kann ich mir auch vorstellen, für die SP zu kandidieren», sagt er weiter. Dies müsse erst noch mit der Partei abgeklärt werden.