Uitikon

Gemeinderat prüft weiteres Entwicklungsgebiet

Noch ist die Reservezone Wissächer, Gjuch und Rohracher unberührt.

Noch ist die Reservezone Wissächer, Gjuch und Rohracher unberührt.

Die Gemeinde prüft, ob die Reservezone Wissächer, Gjuch und Rohracher trotz Kulturlandinitiative überbaut werden kann. Die Gemeinde würde damit noch mehr wachsen.

Kürzlich weilte der Gemeinderat an einer Klausurtagung, an der er sich unter anderem auch mit der Entwicklung der Reservezone Wissächer, Gjuch und Rohracher befasste. Diese liegt unterhalb Uitikon-Dorf zwischen der Schlierenstrasse und der im Volksmund «Ho-Chi-Minh-Pfad» genannten Urdorferstrasse.

Das Besondere daran: Die Gemeinde besitzt in der Reservezone zwei grössere Stücke Land. Laut Gemeindeschreiber Bruno Bauder sind es im Teil Rohracher 8000 bis 9000 Quadratmeter, im Teil Wissacher deren 8000, was zusammen 16 000 bis 17 000 Quadratmeter ausmacht.

Im kantonalen Gesamtplan drin

Das Gebiet ist laut dem Gemeindeschreiber Bestandteil des kantonalen Gesamtplans, in dem es als Reservezone für die Siedlungsentwicklung eingetragen ist. «In der nächsten Amtsdauer wird der Gemeinderat überlegen, ob eventuell gegen alle Widerstände das Gebiet entwickelt werden kann», sagte Bauder vorausschauend. Und die Kulturlandinitiative? «Diese muss vom Kantonsrat bis nächsten Sommer behandelt werden», so der Gemeindeschreiber weiter. Dann werde man sehen.

Starkes Bevölkerungswachstum

Uitikon erwartet in den nächsten Jahren ein starkes Bevölkerungswachstum. Derzeit wird der Quartierplan Löwen realisiert. Dort rechnet man mit 700 neuen Einwohnern nach dem Endausbau. Im Gebiet Gläsern erfolgt diese Woche der Spatenstich für eine Überbauung, die rund 150 neue Einwohner bringen könnte.

Die Bevölkerung von Uitikon, so Bauder, wachse jedes Jahr um ein Prozent an. Dies bedeutet, dass in fünf Jahren rund 200 Einwohner mehr in der Gemeinde leben werden. Derzeit beträgt die Einwohnerzahl ungefähr 4000.

Im Fall einer Überbauung der Reservezone Wissächer, Gjuch und Rohracher rechnet Bauder vorsichtig mit 250 neuen Einwohnern. «Dann ist die Gemeinde langsam voll», zieht er Bilanz. Auf jeden Fall werde die Gemeinde in den nächsten Jahren wachsen. Denn in der nächsten Amtsdauer wird der Quartierplan Waldegg mit Sicherheit realisiert.

Überlegungen muss sich Uitikon angesichts des Bevölkerungswachstums auch über eine personelle Aufstockung bei der Gemeindeverwaltung und beim Werkhof machen. Der Werkhof soll verlegt werden. Der ideale Standort wäre beim Massnahmezentrum. Allerdings sei man, so Bauder, mit dem Kanton noch immer in Verhandlungen.

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