Geroldswil

Gemeinderat Geroldswil bevorzugt zusätzlicher Attraktivitätssteigerung

Am 9. Juni wird über die Sanierung des Hallenbades befunden – es stehen zwei Varianten zur Auswahl. Er empfiehlt den Stimmberechtigten die Variante mit der zusätzlichen Attraktivitätssteigerung zur Annahme.

Soll das fast 40 Jahre alte Hallenbad in Geroldswil saniert und betrieblich optimiert werden, oder soll zusätzlich auch noch die Attraktivität gesteigert werden? Diese Frage klären die Stimmberechtigten am 9. Juni an der Urne. Der Gemeinderat hat sie für sich bereits beantwortet. Er empfiehlt den Stimmberechtigten die Variante mit der zusätzlichen Attraktivitätssteigerung zur Annahme.

Diese sogenannte Variante 1 beinhaltet dieselben Sanierungs- und Optimierungsarbeiten wie Variante 2. Zusätzlich soll aber beim Nichtschwimmerbecken ein Kinderplanschbecken angebaut und im Sprungbecken eine Kletterwand erstellt werden. Deshalb ist Variante 1 mit Kosten von 6,88 Millionen Franken 1,15 Millionen Franken teurer als Variante 2.

Klare Richtlinien

Trotzdem setzt sich der Gemeinderat für die kostspieligere Lösung ein. «Uns ist es wichtig, allen Altersstufen im Hallenbad etwas zu bieten. Ausserdem macht es Sinn, die Sanierung und die Attraktivitätssteigerung in einem umzusetzen», sagt Liegenschaftenvorstand Peter Christen. Würde man nur sanieren und später doch noch Planschbecken sowie Kletterwand realisieren, käme das teurer zu stehen.

Aus Sicht von Chefbademeisterin Maya Werder spricht ein weiterer Aspekt für eine Attraktivitätssteigerung des Hallenbades. «Uns besuchen immer mehr Familien. Wir haben aber keine Angebote für ganz kleine Kinder und für Jugendliche», sagt sie. Bedenken, dass eine Kletterwand gefährlich sei, wie dies anlässlich einer Informationsveranstaltung geäussert wurde, hat Werder keine. «Es werden klare Richtlinien erlassen. Zudem sind wir Bademeister ja vor Ort», so Werder. Von Nachfragen bei anderen Hallenbädern wisse man, dass solche Kletterwände ein Renner seien. Passiert sei dort noch nie etwas.

Die Sicherheit ist auch bei den geplanten Sanierungs- und Optimierungsmassnahmen, wie sei bei beiden Varianten vorgesehen sind, ein wichtiger Aspekt. So soll die Treppe zur mittlerweile geschlossenen Terrasse abgerissen werden. Dort ist ein verglaster Raum für die Bademeister geplant.Er würde eine optimale Sicht auf die Schwimmbecken bieten.

Weiter soll das Hallenbad auch optisch heutigen Ansprüchen angepasst werden. Zudem ist eine Neuanordnung der Garderoben sowie eine Sanierung der Gebäudehülle geplant. Diese stammt noch aus dem Entstehungsjahr des Bades 1974 und entspricht nicht mehr den heutigen energetischen Anforderungen. Zu diesem Ergebnis kam bereits eine 2007 durchgeführte Zustandsanalyse. Durch eine Verbessrung der Energieeffizienz verspricht sich der Gemeinderat für die kommenden Jahre auch weniger Unterhaltskosten.

Saniert muss so oder so werden

Sollte am 9. Juni eine der beiden Varianten angenommen werden, ist vorgesehen, dass die Sanierung zwischen Januar und Oktober 2014 ausgeführt wird. Werden beide Varianten abgelehnt, müssten die dringendsten Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten trotzdem vorgenommen werden. Der Gemeinderat geht dabei von Kosten von 2,5 Millionen Franken aus. «Das würde aber auch bedeuten, dass das Hallenbad in den nächsten Jahren immer wieder für mehrere Wochen oder Monate geschlossen werden müsste», sagt Werder. Das wäre schade. Das Hallenbad sei sehr beliebt.

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