Mit dem Ziel, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen, gründeten fünf Dietiker Jugendliche letzten Oktober einen Jugendrat und organisierten kurz darauf eine Jugendsession. Ein dort diskutiertes Thema schafft es nun auf die politische Agenda. In einem von SVP-Gemeinderat Markus Erni eingereichten und von 16 weiteren Parlamentariern unterzeichneten Postulat wird der Stadtrat dazu aufgefordert, «für alle Schüler in der 1. Sekundarstufe und in der 4. Primarstufe eine Theorielektion mit jemandem aus der Feuerwehr zu geben. Neben diesen Theorielektionen sollte es auch alle drei Jahre eine Praxisübung geben, in der eine echte Situation inszeniert wird», schreibt Erni.

Der SVP-Politiker bezieht sich dabei explizit auf die am 18. November durchgeführte Jugendsession. Dort wurde das Thema «Rettungsübungen in den Schulen» in der Schlussabstimmung favorisiert. Damit es einen öffentlichen Charakter erhalte, reiche er das Postulat im Namen des Jugendparlamentes ein, so Erni.

Demnach soll die Klasse bei der Theorielektion durch eine Person der Feuerwehr über das korrekte Verhalten im Brandfall aufgeklärt werden. Die Schüler sollen den genauen Fluchtweg ablaufen und den Sammelpunkt besichtigen. Zudem schwebt Erni vor, dass alle drei Jahre eine Praxisübung für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen durchgeführt werden soll. Einen konkreten Vorschlag, wie die Übung ablaufen soll, hat der Gemeinderat bereits. «Es würde einen Alarm geben, über den nur die Schulleitung informiert ist. Der Alarm gilt für das ganze Schulhaus, die Feuerwehr ist ebenfalls informiert und unterstützt die Lehrerschaft vor Ort», so Erni. Dabei soll die ganze Übung nach einer echten Notfallsituation aussehen und ebenso durchgeführt werden.