Geroldswil
Gemeindepräsidentin Ursula Hofstetter (FDP) tritt nächstes Jahr nicht mehr an

Nach zwölf Jahren zieht sich die Gemeindepräsidentin aus ihrem Amt zurück. Der heutige Finanzvorstand Michael Deplazes (parteilos) wird für das Präsidium kandidieren.

Sandro Zimmerli
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Ursula Hofstetter, Geroldswil

Ursula Hofstetter, Geroldswil

Zur Verfügung gestellt

Wenn am 9. Februar 2014 die Gesamterneuerungswahlen für den Geroldswiler Gemeinderat über die Bühne gehen, wird Gemeindepräsidentin Ursula Hofstetter (FDP) nicht mehr zur Wahl stehen. Nach 12-jähriger Amtszeit hat sie entschieden, sich aus der Exekutive zurückzuziehen.

Alle übrigen Gemeinderatsmitglieder - es sind dies Willy Oswald, Peter Vogel (beide FDP), Veronika Neubauer, Martin Conrad (beide SVP), Michael Deplazes sowie Peter Christen (beide parteilos) - stellen sich für eine weitere Amtsdauer von 2014 bis 2018 wieder zur Verfügung, teilt die Gemeinde mit.

«Eine dynamische Gemeinde wie Geroldswil braucht jemanden jüngeren, der die Exekutive führt. Nach zwölf Jahren ist die Zeit gekommen, aufzuhören», nennt Hofstetter einen der Gründe für ihren Rückzug. Sie habe nun das Pensionsalter erreicht und es würden auch private Projekte warten, die sie mit ihrem Mann umsetzen möchte.

Mit Hofstetter hört die erste Gemeindepräsidentin von Geroldswil auf. 2002 folgte sie auf ihren Parteikollegen Dolf Hegglin. Hofstetter setzte sich damals gegen Martin Conrad (SVP) durch.

FDP will Sitz verteidigen

Wer für den frei werdenden Sitz im Gemeinderat kandidiert, ist laut Mitteilung der Gemeinde noch nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass der heutige Finanzvorstand Michael Deplazes für das Präsidium kandidieren wird. «Für mich ist das nach acht Jahren im Gemeinderat einerseits ein logischer Schritt. Andererseits ist es angesichts der vielen anstehenden Projekte, beispielsweise im Zusammenhang mit der Zentrumsentwicklung, wichtig, dass im Gemeinderat Kontinuität beibehalten wird», sagt Deplazes zu seiner Kandidatur. Überdies motiviere es ihn, mit einem gut funktionierenden Gremium weiterarbeiten zu können.

Die FDP ihrerseits ist auf der Suche nach einem Kandidaten. «Wir wollen den Gemeinderatssitz auf jeden Fall verteidigen», sagt FDP-Präsident Rolf Holderegger auf Anfrage.