Fahrweid
Gemeinden sollen sich an der «Spielgruppe plus» beteiligen

Die «Spielgruppe plus» in der Fahrweid soll auf kommendes Schuljahr als Gemeinschaftsprojekt zwischen den Gemeinden Geroldswil und Weiningen sowie der Primarschule Oetwil-Geroldswil geführt werden.

Sandro Zimmerli
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Wie andernorts werden die Kinder auch in einer «Spielgruppe plus» auf den Eintritt in den Kindergarten vorbereitet (Symbolbild)

Wie andernorts werden die Kinder auch in einer «Spielgruppe plus» auf den Eintritt in den Kindergarten vorbereitet (Symbolbild)

Keystone

Bislang wird das auf dieses Schuljahr lancierte Angebot von der Primarschule geleitet. Der Weininger Gemeinderat hat dem Vorhaben sich an der «Spielgruppe plus» zu beteiligen bereits zugestimmt. In Geroldswil steht der Entscheid noch aus.
Wie andernorts werden die Kinder auch in einer «Spielgruppe plus» auf den Eintritt in den Kindergarten vorbereitet. Zusätzlich wird das Angebot jedoch durch eine gezielte Sprachförderung für Kinder ergänzt, die sich in der hiesigen Sprache noch nicht genügend zurecht finden. Weil in Geroldswil und Oetwil bereits Spielgruppen existieren, in der Fahrweid aber nicht, hat eine Arbeitsgruppe der Primarschule ein Konzept für die Einführung einer «Spielgruppe plus» im Quartier erarbeitet.
Durch die geplante breitere Abstützung des Projektes würde sich insbesondere dessen Finanzierungsmodell ändern. Neu würden die beiden Gemeinden und die Schulgemeinde ein Drittel der Fixkosten übernehmen. Die politischen Gemeinden würden den Rest gemäss dem Verursacherprinzip, also im Verhältnis der Kinder aus der jeweiligen Gemeinde, finanzieren.
Warteliste für die Spielgruppe
Für das erste Betriebsjahr wird die Spielgruppe über das Budget für das Projekt «Qualität in multikulturellen Schulen» (Quims) finanziert und vom Kanton mitunterstützt. «Wir als Schule möchten das Quims-Budget aber nicht länger als das erste Betriebsjahr mit den Kosten der Spielgruppe belasten, da es sich um ein Angebot vor dem Schuleintritt handelt», sagt Monika Manfredi, Quims-Verantwortliche der Schulpflege. Es gebe auch andere Projekte für eine gezielte Sprachförderung im schulischen Bereich, die über das Quims-Budget finanziert werden könnten. Deshalb habe sich die Schule nach einer neuen Trägerschaft umsehen müssen. «Um die Qualitätssicherung zu gewährleisten, ist es uns als Schule wichtig, die Trägerschaft zu behalten und sie nicht an Private abzugeben. Wir stellen auch die administrative Arbeit zur Verfügung», so Manfredi. Die Vorbereitung in der Spielgruppe hätte direkten Einfluss auf den Unterricht im Kindergarten.
Die Schule habe aus diesem Grund das Gespräch mit den beiden Gemeinden gesucht und sei so auf die Lösung gekommen, dass sich diese an der Finanzierung beteiligen. «Wir sind froh, dass wir die ‹Spielgruppe plus› in diesem Rahmen weiter führen können», hält Manfredi fest. Bereits heute bestehe eine Warteliste. Die zwölf zur Verfügung stehenden Plätze seien schon bei der Lancierung des Angebotes ausgebucht gewesen.
Angebotsausbau als Ziel
«Dies zeigt uns, dass ein grosses Bedürfnis nach diesem Angebot besteht», so Manfredi. Man überlege sich, das Angebot mittelfristig sogar auszubauen. Derzeit richte sich die «Spielgruppe plus» an Kinder, die ein Jahr später in den Kindergarten kommen. «Wir können uns vorstellen, dass wir das Angebot auf zwei Jahre ausdehnen. Die Spielgruppe würde dann mit zwei Jahrgängen geführt», so Manfredi. Längerfristig verspreche sich die Schule, dass die «Deutsch-als Zweitsprache»-Lektionen künftig reduziert werden könnten.