Limmattal
Gemeinden können sich über rund sechs Millionen freuen

Die Finanzvorsteher der Gemeinden warten jeweils mit Spannung auf den Tag, an dem die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ihr Jahresergebnis bekannt gibt.

Sandro Zimmerli
Merken
Drucken
Teilen
Die Gemeinden im Kanton erhalten von der ZKB für 2015 100 Millionen Franken.

Die Gemeinden im Kanton erhalten von der ZKB für 2015 100 Millionen Franken.

KEYSTONE

Dann wissen sie, wie viel Geld sie erhalten. Denn die ZKB ist gemäss dem Kantonalbankgesetz dazu verpflichtet, Kanton und Gemeinden am Gewinn zu beteiligen.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die ZKB einen Gewinn in der Höhe von 722 Millionen Franken. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Gemäss Kantonalbankgesetz wird aus diesem Reingewinn «zunächst das Dotationskapital verzinst und anschliessend auf dem Partizipationskapital eine der Ertragslage der Bank angemessene, von Ausgabepreis und Marktwert abhängige Dividende entrichtet.»

Soweit der Rest nicht zur Reservebildung verwendet wird, seien davon zwei Drittel dem Kanton Zürich und ein Drittel den politischen Gemeinden des Kantons im Verhältnis zur Einwohnerzahl auszurichten.

Höhere Ausschüttung als 2014

Für 2015 heisst das, dass 326 Millionen Franken durch die Bank an Kanton und Gemeinden ausgeschüttet werden.

Davon erhält der Kanton 200 Millionen Franken als Gewinnausschüttung sowie 26 Millionen für die Verzinsung des Dotationskapitals, das er seiner Bank gewährt.

Die Gemeinden erhalten 100 Millionen Franken. Das ist mehr als im Jahr zuvor. Damals erhielt der Kanton 164 Millionen Franken und die Gemeinden 82 Millionen Franken.

Für die Gemeinden im Bezirk Dietikon bedeutet dies, dass sie voraussichtlich insgesamt mit 6,02 Millionen Franken an Gewinnausschüttung rechnen können (siehe Box).

Ende April wird der Kantonsrat über die Genehmigung der Jahresrechnung und des Geschäftsberichts der ZKB befinden.

Bei den Gemeinden ist das Geld der ZKB ein willkommener Zustupf für die Kasse, auch wenn er schwierig zu budgetieren ist, wie René Rey, Unterengstringer Gemeindepräsident und langjähriger Finanzvorstand, erklärt.

«In der Regel erhalten die Gemeinden eine Empfehlung des Gemeindeamtes, welchen Betrag sie bei der Budgetierung pro Einwohner einsetzen sollen», sagt Rey.

Meist übernehme man diese Vorlage. Gebe es keine Empfehlung, so setze man einen Mittelwert der Ausschüttungen der vergangenen Jahre ein.

«Aus Erfahrung beträgt die Gewinnausschüttung für Unterengstringen jeweils um die 250 000 Franken, was in etwa zwei Steuerprozent entspricht», sagt Rey.