Urdorf
Gemeinde feierte neues Jahr mit russischer Musik und besinnlichen Worten

Das Collegium Musicum und Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner begrüssten Urdorf im neuen Jahr.

Christian Murer
Merken
Drucken
Teilen
Das Collegium Musicum Urdorf spielte Tschaikowski und begeisterte das Publikum des Neujahrs-Apéros.

Das Collegium Musicum Urdorf spielte Tschaikowski und begeisterte das Publikum des Neujahrs-Apéros.

Christian Murer

Die Urdorfer Bevölkerung unternahm bereits am ersten Tag des neuen Jahrs eine Reise. Das Collegium Musicum Urdorf (CMU) mit seinem Dirigenten Pascal Druey führte sie beim Neujahrskonzert ins dreissig Kilometer von St. Petersburg entfernte Pawlowsk.

Dorthin reiste Johann Strauss in den Jahren 1856 bis 1869 regelmässig, um von Frühling bis Herbst beinahe täglich zu konzertieren. Hier entstanden auch die meisten Werke, welches das CMU an seinem Neujahrsauftritt aufführte. Auf die «Russischen Marsch-Fantasie» folgte der Walzer «Abschied von St. Petersburg».

Einen Höhepunkt im Programm des CMU bildete das Violinkonzert, das Pjotr Illitsch Tschaikowski im Jahre 1878 in Clarens bei Montreux schrieb. Meisterhaft interpretierte der Geiger Daniel Zisman dieses Werk. Ein weiteres Highlight war die Suite «Nussknacker» des gleichen Komponisten. Mit dem Satz «le Chocolat» spielte sich das Collegium regelrecht in die Herzen der über dreihundert Konzertbesucherinnen und -besucher.

Mit dem diesjährigen Neujahrskonzert habe er sich selbst und hoffentlich auch dem Publikum einen Gefallen getan, sagte Dirigent Pascal Druey nach dem Konzert: «Einerseits mit der Wahl des Solisten, andererseits mit der Programmwahl. Ich bin stolz auf unser Orchester, welches dieses Programm so brillant zum Klingen gebracht hat», betonte Druey am Ende des Konzerts.

Jubiläum war Thema bei Rede

Das Collegium Musicum Urdorf feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum veranlasste die Urdorfer Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner, bei ihren besinnlichen Neujahrsgedanken der Frage nachzugehen, warum man eigentlich Jubiläen feiert: «Im ursprünglichen Sinne ist ein Jubiläum nicht nur ein feierlicher Anlass, sondern immer auch ein Augenblick, um sich auf den ursprünglichen Zustand, seine Wurzeln, zu besinnen.»

Rottensteiner machte sich auch Gedanken zum Thema Loslassen. Denn: «Loslassen hat etwas Endgültiges», sagte sie, «doch Veränderungen erlauben uns, neue Wege zu gehen und Spuren zu hinterlassen.»