Gelungener Start ins «Chumm und mach mit!»-Wanderjahr

Toni Blaser
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Vor dem Hedinger Weiher.

Vor dem Hedinger Weiher.

Bild: zvg

Zwei Dutzend Urdorfer Wanderfreudige beteiligten sich an der ersten von insgesamt 25 diesjährigen Wanderungen, welche die acht Wanderleiterinnen und Wanderleiter im Rahmen der Urdorfer Seniorenbewegung «Chumm und mach mit!» anbieten. Zur Saisoneröffnung fuhr die fröhliche Schar mit der S5 erst mal nach Hedingen, wo das Leiterpaar Rosmarie und Toni Blaser die Wandervögel mit ein paar Erklärungen auf die bevorstehende Halbtagestour einstimmte. Anschliessend folgte im Nebelgrau gleich ein saftiger Aufstieg zum Hedinger Weiher, der sich erstaunlicherweise mit einer dünnen Eisschicht präsentierte. Über Wald und Feld wanderte die Schar nun in sanften Anstiegen immer mehr der Sonne entgegen, die ihnen schliesslich auf dem Müliberg erstmals entgegenlachte. An schattigen Stellen des Aeugsterbergs zeigte sich der Wald vorerst noch in prächtigstem Raureifkleid, das sich dann aber zunehmend verflüssigte.

Plötzlich stand die Gruppe, vom Wetterglück beseelt, an einem spektakulären Aussichtspunkt hoch über Aeugst und äugte blinzelnd gegen das blendende Sonnenlicht und auf das imposante Nebelmeer, das sich vor ihr ausbreitete. Nun aber knurrten so langsam die Mägen, und es wurde höchste Zeit, ins Dorf abzusteigen, um im Restaurant Eichhörnli bei Kaffee und Tee Frau Vidakovics feine Kuchen zu geniessen. Der zweite Teil der Wanderung führte die Seniorinnen und Senioren zuerst zum Weiler Wängi hinunter, wo früher ein Heilbad betrieben wurde.Nach einem weiteren Abstieg überquerte man den Jonenbach und stieg steil, teilweise auf einer Treppe, Richtung Bauernhof «Fledermaus» empor. Nun gings gemütlich zum «Paradies» am Waldrand oberhalb von Mettmenstetten, einem Anwesen, auf dem früher ein Kurhaus zahlreiche Gäste anlockte. Zu diesen gehörte 1899 und 1901 auch der junge und später weltberühmte Albert Einstein. Vielleicht hat ihm der imposante Weitblick, den diese einzigartige Stelle bietet, auch ein wenig zur Sicht in die weiten, geheimnisvollen Sphären der Physik verholfen. Heute dient der Ort als Jugendwohnheim der Heilsarmee. Nun galt es für die Seniorenwanderer nur noch, den Abstieg zum Bahnhof «Mättmischtette» unter die Füsse zu nehmen.