Buchvernisage
Gelungene Vernissage von Thomas Pfanns Erstlingsroman «Der Hund im Spiegel»

Der Regiesseur und Schauspieler Björge Hehner las in der Dietiker Stadt- und Rergionalbibliothek einzelne Sequenzen aus Thomas Pfanns, alias Tom Asiks Roman vor. Der Autor selbst erklärte dazwischen die Hintergründe und Inspirationen.

Ladina Trachsel
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Thomas Pfann will dem Leser mit seiner Geschichte einen Spiegel vorhalten.

Thomas Pfann will dem Leser mit seiner Geschichte einen Spiegel vorhalten.

Alles beginnt mit einem wilden Kampf zwischen einem Hund und einem Staubsauger, den der Hund als bärtiges Monster in rot-weissem Kostüm und mit sehr langer Zunge identifiziert. Natürlich gewinnt der Hund, der nach dem Kampf erschöpft in sein Körbchen zurücksinkt.

Diese Szene steht am Anfang von Thomas Pfanns erstem Roman «Der Hund im Spiegel» (az Limmattaler Zeitung vom 17. April 2013). Diesen stellte Pfann, der unter dem Pseudonym Tom Asik schreibt, am Donnerstagabend an einer Lesung und Buchvernissage in der Dietiker Stadt- und Regionalbibliothek vor. Es las der Schauspieler und Regisseur Björge Hehner.

Hehner gab die Geschichte mit viel Mimik, Gestikulation und theatralisch perfekt eingesetzter Stimme wieder. Zwischen den einzelnen Sequenzen erklärte Autor Pfann selbst die Hintergründe und Inspirationen, die ihn beim Schreiben begleitet haben. Dem Publikum gefiel es; sie konnten sich so gleich in die alltäglichen Probleme des Protagonisten Sven Tirebeg einfühlen und verstanden bald, dass es im Roman zwei immer wiederkehrende Ankerpunkte gibt: Einerseits der schwarze Terrier Harrass aus der Einstiegsszene, andererseits der Ich-Erzähler Sven Tirebeg, der in seinem eher langweiligen Leben das eine oder andere Missgeschick erlebt.

Roman-Idee aus der Jugend

Die Idee dieses Romans habe er schon seit zwölf Jahren mit sich herumgetragen, erzählte Pfann. Er habe jedoch nie die Zeit gefunden, diesen auch tatsächlich zu Papier zu bringen. Auf die Frage, wie er auf die Geschichte gekommen sei, sagte er: «Wenn man tagelang auf dem Rennrad durch die Alpen tourt und dabei so viel Zeit zum Nachdenken hat wie sonst nie, kommen einem die abstrusesten Gedanken.»

Hier kommen auch autobiografische Elemente des Buchs zum Ausdruck: Wie der Protagonist im Buch oft seine Radtouren und Expeditionen schildert, so ist dieser Sport auch Pfanns Hobby. Selber sagte er über seinen ersten Roman, von dem es nur 40 Exemplare im Eigenverlag gibt: «Das Buch hat weder einen Sinn noch einen Zweck, aber es wird dem Leser auf jeden Fall Vergnügen bereiten.» Die beiden Dietiker Pfann und Hehner kennen sich seit etwa 15 Jahren. So sei ihm die Wahl, Hehner als Vorleser anzufragen, nicht schwer gefallen, sagt Pfann.

Im Publikum befand sich unter anderem Pfanns Schulfreund Thomas Widmer, der amüsiert feststellte, dass er den Autor in den einzelnen vorgetragenen Sequenzen sofort wiedererkannt habe. «Besonders die Szenen der qualvollen Velotour auf dem Gotthard erinnern stark an Pfanns wahre Anekdoten.»