Neben der Petition für den Erhalt des Bruno Weber Parks, die 6205 Personen handschriftlich und weitere 5155 im Internet unterschrieben haben, überreichte ihm der Aargauer SP-Grossrat Martin Christen auch eine graue Stein-Eule. «Eulen symbolisieren Weisheit, und ich hoffe darauf, dass der Regierungsrat weise entscheiden wird», sagte Christen. Was er damit meint, ist klar: Der SP-Grossrat erwartet, dass der Kanton Aargau den Skulpturenpark in Spreitenbach trotz Spardruck finanziell unterstützt. Geschieht dies nicht, wird der Park am 20. Oktober geschlossen. Angesprochen auf die Chancen der Petition, gab sich Christen optimistisch: «Ich bin zuversichtlich, dass der einmalige Park erhalten werden kann.»

Anders als sonst bei Petitionen seien die Leute fast Schlange gestanden, um zu unterschreiben, sagte der SP-Politiker. «Allen war es ein Anliegen, ihr grosses Interesse am Erhalt und Weiterbetrieb des Skulpturenparks zu dokumentieren.»

Unterstützung aus aller Welt

Für die Petition erhielt das Komitee von der Staatskanzlei eine Quittung. Diese will Christen dem Bundesrat, dem Zürcher Regierungsrat sowie den Exekutiven von Spreitenbach und Dietikon einreichen.

Die Retter des Parks hoffen, dass die Petition nun eine konkrete politische Wirkung erzielen wird. In erster Linie soll sie die Kantone Aargau und Zürich sowie den Bund darauf aufmerksam machen, dass sie alle in der Pflicht stehen, den Kunstpark für die Öffentlichkeit zu erhalten.

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hofft das Komitee auch auf die Solidarität der Kunstinteressierten aus der gesamten Schweiz und dem Ausland. Die meisten der Unterschriften stammen denn auch von Besuchern des Parks, allerdings kamen auch welche aus den verschiedensten Ländern.

In einem Kommentar auf einem der Petitionsbogen hiess es optimistisch: Dieser Ort werde einmal ins Unesco-Welterbe aufgenommen.