Fitness
Gelenkschonend läuft es sich rund – Limmattaler Finnenbahnen im Check

So fühlt es sich auf den Limmattaler Finnenbahnen an

Sandro Zimmerli
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Dietikon: Im Kessel fühlt sich die ganze Familie wohl Wieso nicht einen Familienausflug machen und dabei noch einige Runden auf der Finnenbahn drehen? In der Dietiker Grunschen lässt sich beides vorzüglich kombinieren. In einem Kessel zwischen Dietikon und Bergdietikon direkt an der Reppisch gelegen, bieten die dortige Finnenbahn und ihre Umgebung genügend Möglichkeiten, sich auszutoben. Die ovale 482 Meter lange Strecke kommt ohne enge Kurven aus. Sie gleicht von allen Limmattaler Finnenbahnen am stärksten einem Leichtathletikrund. Allerdings weist sie gesamthaft 40 Meter Steigung auf. Wobei diese für den Läufer dank der grossen Radien problemlos zu meistern sind. Idyllisch wird es auf dem Abschnitt, der direkt der Reppisch entlang führt. Dadurch wird der Läufer auf rund einem Drittel der Strecke vom beruhigenden Plätschern des Wassers begleitet. Die Reppisch bietet denn auch die Möglichkeit, den heiss gelaufenen Füssen eine wohlverdiente Abkühlung zu verschaffen. Ein weiterer Pluspunkt der Bahn ist ihre Lage gleich gegenüber einer grossen Wiese mit Spielplatz, Grillstellen und Bänkli zum Ausruhen. Der ideale Ort also, wo der Nachwuchs verweilen kann, während die Erwachsenen ihr Ausdauerprogramm abspulen. Ein wenig Laufbereitschaft ist auch nötig, um die Finnenbahn zu erreichen. Direkt bei der Anlage sind keine Parkplätze vorhanden, was manch ein Sportler wiederum auch als Vorteil betrachten wird. Von der Bergdietiker Busstation Dünni ist sie problemlos in wenigen Minuten erreichbar. Aber auch ein Spaziergang entlang des Marmori-Weihers empfiehlt sich, um in die Grunschen zu gelangen. Bereits dort merkt man, dass man sich allmählich vom Trubel der Stadt entfernt. Und für die Kinder lassen sich auf dem Wasser mit den Enten, Schwänen und Reihern interessante Entdeckungen machen. Vom Marmori-Weiher sind es zu Fuss übrigens nur wenige Minuten bis zur Sportanlage Hätschen. Dort kann der Läufer testen, wie es sich anfühlt, auf einer Tartanbahn statt auf Holzschnitzeln zu trainieren.
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Unterengstringen: Ausdauernde finden hier ihre Ruhe Anspruchsvoll und ruhig – das sind die beiden ersten Attribute, die man mit der Finnenbahn in Unterengstringen in Verbindung bringt. Über dem Dorf im Wald unweit der «Dicken Bertha» gelegen, verlangt sie den Läufern einiges ab. 500 Meter lang ist sie und weist einen Höhenunterschied von 11,4 Meter auf. Zudem sind einige Spitzkehren zu absolvieren. Die Mühe, den Rundkurs in Angriff zu nehmen, lohnt sich aber alleweil. Geschützt durch die Bäume ist das Laufen auch bei brütender Sonne ohne weiteres möglich. Zudem ist es äusserst ruhig. Der Waldweg tangiert die Finnenbahn nicht, die Läufer sind unter sich. Als Ansporn, alles aus sich herauszuholen und den inneren Schweinehund zu überwinden, dient eine Infotafel, auf der Richtzeiten für Untrainierte, Wenigtrainierte, Guttrainierte und Elite-Läufer angegeben sind. Um die Werte der letzten beiden Gruppen zu erreichen, sind gemäss Angaben wöchentlich drei bis sechs Lauftrainings zu absolvieren. An der Erreichbarkeit der Finnenbahn sollte dieses Vorhaben nicht scheitern. An der Bergstrasse bei der Grillstelle «Dicke Bertha» sind Parkmöglichkeiten vorhanden. Von dort geht es rund 160 Meter Richtung Gut Sonnenberg dem Waldrand entlang, ehe links ein Weg in den Wald einbiegt. Nun sind es noch knapp 80 Meter bis zur Finnenbahn. Die Schinderei beim Rundendrehen lohnt sich aber auch wegen des herrlichen Ausblicks über das Limmattal, der sich vom Waldrand aus auftut. Er lässt die brennenden Beine schnell vergessen. Erfrischen kann sich der ausgelaugte Läufer am Maibrunnen bei der «Dicken Bertha». Wer nach dem Kilometerfressen noch nicht genug hat, der hat die Möglichkeit, sich an der hängenden Leiter weiter auszutoben. Bei der ganzen Plackerei gilt aber zu beachten, dass nicht auf die Finnenbahn gespuckt werden darf. Dies ist aus Rücksicht auf die Barfussläufer untersagt. Auch Hunde und Pferde haben auf der 1980 von der Männerriege Unterengstringen erstellten und bis heute unterhaltenen Finnenbahn nichts zu suchen.

Dietikon: Im Kessel fühlt sich die ganze Familie wohl Wieso nicht einen Familienausflug machen und dabei noch einige Runden auf der Finnenbahn drehen? In der Dietiker Grunschen lässt sich beides vorzüglich kombinieren. In einem Kessel zwischen Dietikon und Bergdietikon direkt an der Reppisch gelegen, bieten die dortige Finnenbahn und ihre Umgebung genügend Möglichkeiten, sich auszutoben. Die ovale 482 Meter lange Strecke kommt ohne enge Kurven aus. Sie gleicht von allen Limmattaler Finnenbahnen am stärksten einem Leichtathletikrund. Allerdings weist sie gesamthaft 40 Meter Steigung auf. Wobei diese für den Läufer dank der grossen Radien problemlos zu meistern sind. Idyllisch wird es auf dem Abschnitt, der direkt der Reppisch entlang führt. Dadurch wird der Läufer auf rund einem Drittel der Strecke vom beruhigenden Plätschern des Wassers begleitet. Die Reppisch bietet denn auch die Möglichkeit, den heiss gelaufenen Füssen eine wohlverdiente Abkühlung zu verschaffen. Ein weiterer Pluspunkt der Bahn ist ihre Lage gleich gegenüber einer grossen Wiese mit Spielplatz, Grillstellen und Bänkli zum Ausruhen. Der ideale Ort also, wo der Nachwuchs verweilen kann, während die Erwachsenen ihr Ausdauerprogramm abspulen. Ein wenig Laufbereitschaft ist auch nötig, um die Finnenbahn zu erreichen. Direkt bei der Anlage sind keine Parkplätze vorhanden, was manch ein Sportler wiederum auch als Vorteil betrachten wird. Von der Bergdietiker Busstation Dünni ist sie problemlos in wenigen Minuten erreichbar. Aber auch ein Spaziergang entlang des Marmori-Weihers empfiehlt sich, um in die Grunschen zu gelangen. Bereits dort merkt man, dass man sich allmählich vom Trubel der Stadt entfernt. Und für die Kinder lassen sich auf dem Wasser mit den Enten, Schwänen und Reihern interessante Entdeckungen machen. Vom Marmori-Weiher sind es zu Fuss übrigens nur wenige Minuten bis zur Sportanlage Hätschen. Dort kann der Läufer testen, wie es sich anfühlt, auf einer Tartanbahn statt auf Holzschnitzeln zu trainieren.

Sandro Zimmerli

In Skandinavien erfunden, erfreuen sich Finnenbahnen auch hierzulande seit Jahrzehnten grösster Beliebtheit. Für viele Läufer gehören ein paar Runden auf dem weichen Untergrund zum regelmässigen Training, weil das gelenkschonender ist als auf Asphalt oder auf der Tartanbahn im Stadion.

Auch auf den Limmattaler Finnenbahnen trifft man nach dem Feierabend viele Jogger, die sich mit ein paar Runden vom Arbeitstag erholen und dabei etwas Gutes für ihren Körper tun wollen. Ganz so alt wie der 1969 aus Sägemehl, Sägespänen, Holzschnitzeln und Baumrinden erstellte Rundkurs in Magglingen – der erste seiner Art in der Schweiz – sind die Laufstrecken in der Region zwar nicht. Alle hiesigen Finnenbahnen haben aber ihre eigenen Reize und lohnen einen Besuch.

Jene in Oberengstringen auf der Sportanlage Brunewiis wurde erst kürzlich komplett saniert, neu gestaltet und feiert diesen Samstag ihre offizielle Eröffnung. Die Finnenbahn in Unterengstringen blickt bereits auf eine über 35-jährige Geschichte und war nicht unumstritten. Mit einer Mehrheit von gerade einmal drei Stimmen segnete die Gemeindeversammlung 1980 das Projekt ab. In Dietikon führt ein Drittel der Strecke der Finnenbahn der Reppisch entlang, was für ein besonderes Flair sorgt. Grund genug für einen Besuch.