Schlieren/London

Geklauter Lamborghini aufgetaucht – auf Schiff mit Ziel Westafrika

Objekt der Begierde: Das ist der nun wiederentdeckte Schlieremer Lamborghini.

Objekt der Begierde: Das ist der nun wiederentdeckte Schlieremer Lamborghini.

Der Autovermieter Adriano Scheiwiller atmet auf: Ein Ermittler hat den Mitte Juli entwendeten Luxus-Sportwagen gefunden.

Der entführte Schlieremer Miet-Lamborghini des Luxusauto-Vermieters Adriano Scheiwiller ist wieder aufgetaucht. Mitte Juli hatte eine Frau mit irischen Papieren den Wagen gemietet, brachte ihn aber nicht zurück, sondern fuhr damit nach London. Dort wurde das GPS-Ortungssystem ausgebaut, die Spur des Sportwagens verlor sich. Letzter bekannter Aufenthaltsort war ein Parkplatz nahe einer Ikea-Filiale in Tottenham in Nordlondon.

Gemäss einem «Blick»-Bericht von Donnerstag hat sich nun ein Londoner Ermittler am Dienstag bei Scheiwiller gemeldet, da er den Lamborghini gefunden hatte. Das Auto hätte illegal exportiert werden sollen. Offenbar befand es sich bereits auf einem Schiff, das den Wagen in ein westafrikanisches Land hätte exportieren sollen.

Der Zweitschlüssel ist bereit

Es war ein Zufallsfund: Der Ermittler war auf der Suche nach einem gestohlenen Audi und fand dann den Lamborghini und den Audi im gleichen Schiffscontainer. Scheiwillers Freude über die Wiederentdeckung des 610-PS-Boliden ist gross. Sobald wie möglich will er nach London fliegen, um seinen Lamborghini Huracán Spyder genau anzuschauen, bevor er ihn zurück in die Schlieremer Heimat fährt. Derzeit wartet er auf den Bescheid des Ermittlers, wann genau er das Auto abholen kann. Auch das Okay der Londoner Polizeikräfte steht noch aus. «Aber den Zweitschlüssel halte ich schon mal bereit», sagte Scheiwiller am Donnerstag gegenüber der Limmattaler Zeitung.

Auf Facebook hatte Scheiwiller nach der Edelkarossen-Entführung einen Finderlohn von 5000 Franken ausgeschrieben. «Ich bin ein Mann, der sein Wort hält und werde das mit dem Ermittler noch anschauen», sagt er.

Weltweites Interesse am Autoklau

Nach der Entwendung des Sportwagens hatte Scheiwiller Hunderte Nachrichten von Leuten erhalten, die ihm mit Hinweisen zu Hilfe kamen. Zudem berichteten unter anderem die einschlägige deutsche und englische Boulevardpresse sowie die US-Autonews-Plattform «The Drive» über den Fall.

Ein zweites Mal wird Scheiwiller so etwas nicht passieren. Er hat zusätzliche Sicherheitsmassnahmen vorbereitet, die Luxus-Schlitten werden nachgerüstet. Wie genau? «Dazu werde ich mich nicht öffentlich äussern», sagt Scheiwiller. Verständlich, denn ehrliche Lamborghini-Mieter brauchen das gar nicht genau zu wissen.

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