«Entlang der Heimstrasse ist es ekelhaft schmutzig», sagt Peter Metzinger, Dietiker FDP-Gemeinderat und Präsident des Quartiervereins Limmatfeld. Auf den Gehwegen lägen «gefühlt hunderte Zigarettenstummel». An den Arkaden, die aus hellem Gestein erbaut sind, habe es «ekelhafte, dunkle Flecken».

Deshalb haben Metzinger und zwei Mitunterzeichner aus der FDP-Fraktion im Gemeinderat eine Interpellation mit Fragen zur Sauberkeit eingereicht, die der Stadtrat beantworten soll. Unter anderem wollen sie wissen, was der Stadtrat zu tun gedenke, um für mehr Sauberkeit auf dem öffentlichen Grund rund um den Rapidplatz zu sorgen.

Gewerbetreibende, die in den Arkaden eingemietet sind, hätten ihn dazu bewogen, die Interpellation einzureichen, sagt Metzinger. «Sie haben sich bei mir über den Schmutz beklagt.» Die tiefe Passantenfrequenz und die hohen Mieten machten es dem Gewerbe im Limmatfeld sowieso schon genug schwer, gewinnbringend zu wirtschaften. «Die fehlende Sauberkeit kommt da noch dazu und ist für das Gewerbe und das Image des ganzen Quartiers schädlich», so Metzinger.

«Schroff abgewiesen» von Livit

Besonders stark verschmutzt sei es ab der Alfred-Comte-Strasse. «Wohl, weil man dort gut mit dem Auto rechts ranfahren kann und so eher Zigarettenstummel hinwerfen kann», spekuliert Metzinger. Für ihn ist klar: «Es wird rund um den Rapidplatz einfach zu wenig gereinigt.»

Die Zigarettenstummel sind für Metzinger die eine Seite. Die angeblich immer wieder auftauchenden Flecken auf dem hellen Gestein der Arkaden die Andere. Für diese wäre aber wohl nicht die Stadt zuständig. Denn das Gebäude, zu der die Arkaden gehören, wird von der privaten Immobilienfirma Livit verwaltet. Metzinger sagt: «Wir als Quartierverein Limmatfeld haben das Gespräch mit Livit gesucht, doch wir wurden schroff abgewiesen.» Deshalb fragt Metzinger den Stadtrat in seiner Interpellation nun auch, ob er die Möglichkeit einer Intervention bei den Immobilien-Verwaltungen rund um den Rapidplatz sehe.

Bald gibts eine Reinigung

Auf Anfrage der Limmattaler Zeitung schreibt Livit, man habe nach dem Kontakt mit Metzinger eine zusätzliche Kontrolle durchgeführt, aber nichts Auffälliges festgestellt. Man reinige einmal pro Woche. Trotzdem anerkennt Livit, dass es Verschmutzungen gebe, indem sie schreibt: «Innerhalb der nächsten zwei Wochen wird eine Reinigung mit dem Hochdruckreiniger durchgeführt, um die Verschmutzungen, grösstenteils hervorgerufen durch Zigaretten, wieder zu entfernen.» Von den Mietern sei die Sauberkeit bislang in keiner Weise beanstandet worden. Eine Darstellung, der Metzinger widerspricht. Er wisse, dass mindestens ein Mieter sich direkt bei Livit beschwert habe.

Für Metzinger geht es aber nicht nur um Livit, allgemein sei es wichtig, rund um den Rapidplatz auf genügend Sauberkeit zu achten.Die Stadt könnte bald mehr Handhabe im Umgang mit privaten Grundeigentümern haben. Und zwar, wenn der Gemeinderat einer Motion zur Erweiterung der Polizeiverordnung zustimmt, die Charlotte Keller (SVP) kürzlich eingereicht hat (die Limmattaler Zeitung berichtete). Keller fordert darin unter anderem, das verunreinigende Liegenlassen von Abfällen ausserhalb von Abfallbehältern, also das Littering, auch auf privatem Grund zu bestrafen.