Unterengstringen

Gedenken an die Schlacht: Zum letzten Mal war René Rey als Gemeindepräsident dabei

Bei der Unterengstringer Russenlinde fand am Montagvormittag die Feier zum Gedenken an die 1799 gefallenen Russen statt. Frankreich landete damals von Dietikon her einen Überraschungsangriff. Gemeindepräsident René Rey erinnerte auch an das Leid der damaligen Zivilbevölkerung.

«Das Gedenken ist wichtig an eine gar nicht so lange zurückliegende Zeit. Wir hoffen, dass dieser Frieden für alle Zeiten so bleiben wird», sagte der Unterengstringer Gemeindepräsident René Rey (FDP) am Montagvormittag bei der 13. Gedenkfeier zu Ehren der Russen, die am 25. September 1799 in Unterengstringen gefallen sind. Rey erinnerte auch an das Leid, das die Zivilbevölkerung durchmachte, als mitten im Limmattal Weltgeschichte geschrieben wurde. Schliesslich mussten die Limmattaler zu Tausenden Fronarbeit für die Franzosen leisten, sie einquartieren und ernähren. Rey war zum letzten Mal als Gemeindepräsident an der Feier mit dabei – 2018 bei den Gesamterneuerungswahlen tritt er nicht mehr an.

«Das Treffen widerspiegelt auch die Freundschaft zwischen Russland und der Schweiz. Und das soll auch so bleiben», fuhr Rey fort. Zur Feier waren neben einer Delegation der Gemeinde Unterengstringen auch eine Delegation des Zentralen Kosaken-Heers Russlands, eine Delegation der russischen Botschaft, eine der russisch-orthodoxen Kirche und eine des nahen Klosters Fahr erschienen (siehe Bildergalerie oben). Neben Rey hielt auch der russische Botschaftsrat Sergey Lysikov eine Rede. Mit zwei Mann ebenfalls vor Ort war die Kommunalpolizei rechtes Limmattal, die um die nötige Sicherheit und das Parkplatz-Einweisen besorgt war.

Wie das Denkmal entstanden ist

Das Denkmal zum Gedenken an die gefallenen Russen gibt es seit 2004. Es entstand, nachdem die Kosakenvereinigung etwa 2002 die Stadt Dietikon anfragte, ob man nicht ein Denkmal errichten könne. Da die Schlacht nicht auf Dietiker Gebiet ausgetragen wurde, setzte die Stadt die Gemeinde Unterengstringen über die Anfrage in Kenntnis, woraufhin die Errichtung des Denkmals in Rollen kam.

Die Russen in Unterengstringen, die Franzosen in Dietikon 

Auch Dietikon spielte damals eine wichtige Rolle. Von dort setzten die Franzosen über die Limmat und starteten ihren grossen Überraschungsangriff, während sie an verschiedenen anderen Orten Ablenkungsmanöver am laufen hatten. Noch heute erinnert ein Gedenkstein an diesen französischen Brückenschlag unter General Masséna. Und die Stadt Dietikon ist im Arc de Triomphe in Paris verewigt. In den Geschichtsbüchern ist die grosse Schlacht in Unterengstringen jeweils im Kapitel Zweite Schlacht um Zürich zu finden. Sie war Teil des zweiten Koalitionskriegs.

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