Bergdietikon
Gaby Vetter: «Die Farbwahl wiederspiegelt meine eigene Gefühlslage»

Autodidaktin Gaby Vetter stellt im Gemeindehaus von Bergdietikon ihre abstrakte Werke aus. Unter dem Künstlernamen «Farbenfee» erarbeitet sie ihre Bilder in Schichten und vertraut dabei auf ihre Intuition.

Anina Gepp
Merken
Drucken
Teilen
«Kreativität kommt von innen», findet Künstlerin Gaby Vette.

«Kreativität kommt von innen», findet Künstlerin Gaby Vette.

Anina Gepp

Gaby Vetters Bilder sind bunt. Nicht umsonst lautet ihr Künstlername «Farbenfee». Die junge Dietiker Künstlerin bedient sich mit Vorliebe der ganzen Farbpalette und bringt damit lebensbejahende und positive Werke auf die Leinwand.

An ihren Bildern in Acryl-Mischtechnik arbeitet die Künstlerin schichtweise und vertraut dabei vollkommen auf ihre Intuition. Einen Kurs habe sie nie bis zum Ende besucht, betont die Künstlerin. «Kreativität kommt von innen», ist sie überzeugt.

Harfenmusik zur Vernissage: Die Gäste lauschen.

Harfenmusik zur Vernissage: Die Gäste lauschen.

Sich von den Werken der Farbenfee überzeugen lassen, das wollten auch Freunde, Bekannte und Kunstinteressierte am Mittwochabend im Bergdietiker Gemeindehaus. Im kleinen, aber feierlichen Rahmen fand die Vernissage zu Vetters Ausstellung statt.

«Positive Wirkung»

Interessiert blieben die Besucher vor den Bildern der Künstlerin stehen und liessen sie auf sich wirken. «Mir wird oft gesagt, meine Bilder hätten eine positive Wirkung», so die Künstlerin. Vetter spielt gerne mit Farben und schreckt auch nicht davor zurück, sie bunt durchmischt nebeneinanderzustellen. Früher hat die Künstlerin Engelsbilder gemalt oder verspieltere Werke mit Spiralen und runden Formen. Doch sie habe sich weiterentwickelt, erzählt Vetter.

In den vergangenen anderthalb Jahren widmete sich die gelehrte Arzthelferin vollkommen der Kunst und hatte Zeit, sich auf neue Dinge einzulassen. Ihre Werke sollen den Betrachter berühren, ihn positiv stimmen. «Die Farbwahl widerspiegelt meine eigene Gefühlslage», sagte die Künstlerin. Malen bedeute für sie nicht nur Freude, sondern auch ein Stück weit sich selbst zu finden.

Veränderung des eigenen Malstils

Auf den beiden Stockwerken, auf denen Vetters Bilder ausgestellt sind, lässt sich die Veränderung ihres Malstils deutlich erkennen. Während im unteren Geschoss abstrakte Bilder in kräftigen Farbtönen und Kombinationen die Wände schmücken, finden sich im Obergeschoss verspieltere Werke von vergangenen Jahren wieder.

Werke tragen Namen

Vetters Bilder haben aber dennoch eine Gemeinsamkeit: Alle ihre Werken bekommen einen Namen. Die Bilder tragen Titel wie «Einkehr», «Way of Life», oder «Colors». Manchmal stünden sie von Beginn an fest, andere Male falle es ihr schwer, ihre Werke zu betiteln, erklärte Vetter. «Doch alle meine Bilder haben eine Geschichte.» Das Bild namens «Mother Earth» zum Beispiel, übersetzt Mutter Erde, symbolisiere das Magma, das in einem brenne und das Bild «Inferno» zeige für sie Feuer und Asche und sei damit ein Wärmesymbol.

Gleichzeitig ein Abschied

Mit der Vernissage von Gaby Vetter wurde gleichzeitig auch Sibylle Mazzotta-Locher verabschiedet, die seit 2002 die Ausstellungen im Gemeindehaus Bergdietikon betreute und organisierte. Ihr Amt wird künftig Gemeinderat Urs Spörri übernehmen.