Gegenüber mehreren Tageszeitungen äusserte Gian von Planta seine Präferenz für einen Stadionbau ausserhalb der Stadt Zürich. Dieser Vorschlag bringt dem Kämpfer der allerersten Stunde gegen das nun gescheiterte Stadionprojekt, Kritik ein. Der Zürcher GLP-Gemeinderat sah diese jedoch kommen. «Eine solche Idee braucht Zeit, um akzeptiert zu werden», sagt er auf Anfrage. Letztlich spiele es aber keine Rolle, ob ein Fussballstadion auf Altstetter oder Schlieremer Boden zu stehen komme, sagt er weiter. Denn «die Grenzen zwischen Zürich und Altstetten verlaufen fliessend».

«Leute wollen einen Park»

Von Planta denkt dabei unter anderem an das Juchareal, welches in Stadtzürcher Besitz ist, die Stadt Schlieren jedoch im Baurecht gekauft hat. Dort, noch auf Altstetter Boden, ist eine Eishockey- und Volleyball-Arena geplant. «Hier muss man sich fragen, was wichtiger ist und ob man diese Projekte allenfalls kombinieren könnte», sagt er.

Manuela Stiefel, Schlieremer Liegenschaftsvorsteherin, gibt zu, dass sie als grosser FCZ-Fan bedauert, dass die Abstimmung so knapp zugunsten der Stadiongegner entschieden wurde. Sie weiss aber auch, dass es ein derartiges Grossprojekt in ganz Schlieren schwierig haben dürfte. «Beim Mitwirkungsverfahren zur Eventhalle stellte sich heraus, dass die Leute im Schlieremer Zentrum keine lärmintensive Nutzung wollen», so Stiefel. Dass die Belastung durch den Verkehr, das Littering und den Lärm bei einem Projekt in der Grösse eines Fussballstadions noch um ein Vielfaches grösser sei, liege auf der Hand. «Die Schlieremer Bevölkerung würde sich missverstanden fühlen. Sie hat klare Signale gesendet, dass kein Grossprojekt erwünscht ist», sagt sie.

Geld anderswo besser eingesetzt

Aber auch für den Fall, dass sich Land finden würde und die Bevölkerung an Bord wäre, möchte die Finanzvorsteherin das Geld, das für den Unterhalt, den Betrieb und die Sicherheit des Stadions ausgegeben werden müsste, lieber für andere Posten ausgeben. Stiefel fügt an, dass es ihr nichts ausmache, für die FCZ-Spiele nach Zürich reisen zu müssen.