«Puh, jetzt komme ich noch ins Schwitzen», sagt Bujar Lika und schmunzelt. Der Mittelfeldakteur der Grasshoppers steht auf dem frisch verlegten Kunstrasenplatz der Primework-Arena Dornau in Dietikon und hat gerade eine Handvoll Kinder ausgedribbelt.

Lika ist an diesem Nachmittag nach Dietikon gekommen, um mit den Kindern während des Kids-Camps zu trainieren, das von den Grasshoppers organisiert wird. Neben ihm sind auch Verteidiger Numa Lavanchy und Stürmer Jeffrén Suárez, der einst beim FC Barcelona gespielt hat, aus der ersten Mannschaft dabei, um eine halbe Stunde mit den Kindern Fussball zu spielen und danach eine Autogrammstunde zu geben. Hinzu kommen ein Dutzend Betreuerinnen und Betreuer des Vereins.

Das Kids Camp, das in diesem Jahr an neun verschiedenen Orten durchgeführt wird, findet zum ersten Mal überhaupt in Dietikon statt. Unter anderem, weil der FC Dietikon GC-Stützpunkt ist, aber auch, weil die Dietiker gut mit den Grasshoppers vernetzt sind. So trainiert Ex-Dietikon-Coach Goran Ivelj mittlerweile die GC-U18-Mannschaft, und auch der ehemalige Präsident Thomas Roth pflegt Kontakte zum Super-League-Verein.

95 Kinder haben sich für die Premiere angemeldet. «Das ist eine gute Zahl», sagt Kevin Zuber, der die Kids Camps leitet. Zwar hätten theoretisch 120 Kinder Platz. «Aber bei der ersten Durchführung ist es immer schwierig einzuschätzen, wie viele Kinder kommen werden.» Die Kinder des Kids Camps in Dietikon kommen von überall her. Das jüngste hat den Jahrgang 2012, das älteste wurde im Jahr 2004 geboren. Einige von ihnen gehören den Juniorenteams von GC an, andere haben noch wenig Erfahrung im Fussball. «Es gibt aber auch solche, die von uns zu einem Talenttag eingeladen werden», so Zuber. Und wie ist der Eindruck des GC-U9-Trainers der Nachwuchsspieler? «Sehr gut», sagt Zuber.

Strahlkraft für Dietikon

Doch bei den Kids Camps geht es nicht nur ums Fussballerische. Wichtig sei auch, dass die Kinder soziale Kontakte pflegen, so Zuber. «Die meisten kennen einander ja nicht, und hier können neue Freundschaften entstehen.» Und nicht zuletzt sind die Kids Camps natürlich auch Werbung in eigener Sache. «Wir gehen bewusst in die Regionen hinaus, damit die Kinder unsere Philosophie mitnehmen können», sagt Zuber.

Eventuell weitere Kids Camps

Für eine kleine Entschädigung stellt der FC Dietikon seine Infrastruktur inklusive Zelt und Parkplätze zur Verfügung. «Für uns als Verein hat das natürlich eine Strahlkraft, wenn ein Profiverein hier auf der Dornau ein solches Camp durchführt», sagt Pascal Stüssi, Juniorenobmann beim FC Dietikon. «Und auf die Kinder macht es besonderen Eindruck, wenn Profis vorbeischauen, Tipps geben und sie diese aus der Nähe erleben können.»

Um möglichst viele Kinder zu motivieren, hat der Verein im Vorfeld unter anderem auch Schulen kontaktiert. Mit der Teilnehmerzahl ist man zufrieden. «Das Ganze ist eine tolle Sache», sagt Stüssi. «Es ist schön, einen solchen Profiverein an der Seite zu haben und von seinen Erfahrungen und wertvollen Inputs profitieren zu können.» Stüssi hofft, dass die Grasshoppers mit ihren Kids Camps auch in Zukunft auf die Dornau kommen.

Bei GC stösst man mit diesem Wunsch auf offene Ohren. «Es ist geplant, dass wir künftig regelmässig hier sind», sagt Zuber. «Die Anlage ist super und dazu noch schön gelegen.»