Schon am frühen Samstagnachmittag stieg das Quecksilber auf über 30 Grad an. Und doch schien es, als würden diese klimatischen Herausforderungen den über vierzig Mannschaften des Schülerturniers nichts auszumachen.

Um jeden Ball wurde verbissen, aber fair gekämpft und so war es nicht verwunderlich, dass die Trikots am Ende eines Spiels wie nasse Lappen an den Körpern klebten. Fast im Minutentakt erfolgte daher die Lautsprecherdurchsage, dass man unbedingt genügend Flüssigkeit zu sich nehmen müsse. «Bei solchen Temperaturen kann man gar nicht genug trinken», erklärte Matthew Oesch vom Samariterverein Geroldswil-Oetwil. Oesch und sein Team zogen ein positives Fazit: «Glücklicherweise gab es nur Bagatellverletzungen. Vereinzelt mussten wir auch Insektenstiche behandeln.»

Fairplay wurde grossgeschrieben

In allen Kategorien stand die Fairness an erster Stelle. «Wir freuen uns natürlich, wenn das Spiel bei unserem Turnier im Vordergrund steht», sagte Dani Tännler, Co-OK-Präsident des Schlieremer Grümpelturnier. Seit diesem Jahr teilt Tännler die Verantwortung mit Peter Seifriz. Es war nicht die einzige Neuerung. «Beim Schülerturnier erhielten die ersten drei Teams in jeder Kategorie einen Pokal und jeder Teilnehmer erstmals auch einen Erinnerungspreis», führte Tännler weiter aus. Zum ersten Mal nach über 10 Jahren wurde auch wieder in der Kategorie «Plausch» gekickt. Egal, ob als mannsgrosser Fussball in den Farben von Italien, oder als Springpferd verkleidet, der Spass hatte Vorrang.

Viel zu lachen gab es auch beim Promi-Turnier am Freitagabend, das Gewerbeverein Co-Präsident Thomas Landis organisierte. «Nicht die erzielten Tore, sondern die Gemütlichkeit stand im Vordergrund», sagte Landis.

Egal, ob im Jurywagen, als Schiedsrichter auf den Fussballplätzen, oder im Festzelt - nicht nur Sportler standen am Wochenende im Einsatz. «Ohne die Unterstützung von rund einhundert freiwilligen Helfern könnten wir dieses Fussballfest niemals organisieren. An dieser Stelle allen Helfern ein herzlicher Dank», sagte Co-Präsident Tännler weiter.

Auch der Business-Club Schlieren, der seit fünf Jahren am Grümpelturnier das FCS-Beizli führt, konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Trotzdem blieb für die Service-Crew, genügend Zeit um über Fussball zu philosophieren. Als Premiere gab es dieses Jahr auch noch das
100er-Spiel. 100 Lose im Wert von einem bis 1000 Franken, warteten auf ihre Käufer. Der Hauptpreis im Wert von 1000 Franken war ein Reisegutschein für eine Kreuzfahrt.