Fussball
Selcuk Sasivari sagte dem FC Dietikon ab und bleibt wohl bei Schaffhausen

Der 31-jährige Weininger steht beim Challenge-Ligisten vor einer Vertragsverlängerung als Assistenztrainer. Auch die Wahl-Limmattaler Murat und Hakan Yakin bleiben voraussichtlich in der Munotstadt.

Ruedi Burkart
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Selcuk Sasivari bleibt voraussichtlich Assistent von Cheftrainer Murat Yakin beim FC Schaffhausen.

Selcuk Sasivari bleibt voraussichtlich Assistent von Cheftrainer Murat Yakin beim FC Schaffhausen.

Bild: zvg

Am Donnerstagabend geht die Meisterschaft in der Challenge League mit der 36. und letzten Runde zu Ende. Schaffhausens Gastspiel in Winterthur könnte man getrost ausfallen lassen. Für beide Teams geht es um nichts mehr. Gegen vorne ist der Zug längstens abgefahren, der Tabellenkeller ist weit weg.

Läuft es optimal, stossen die Munotstädter noch auf den dritten Rang vor. Doch damit kann man sich auch nichts kaufen. Dennoch sagt Selcuk Sasivari: «Wir wollen einen guten Abschluss der Saison.» Nur zum Spazierengehen im Stadion Schützenwiese fahre man nicht nach Winterthur.

Limmattaler Trio dürfte beim FCS bleiben

Nach den vergangenen turbulenten Tagen in und um den FC Schaffhausen kommt ein ruhiger Saisonabschluss allen Beteiligten sehr gelegen. Nach Ärger wegen der Stadionmiete hat der Klub Anfang dieser Woche die Lizenz in zweiter Instanz erhalten, Profifussball wird also auch künftig gespielt werden. Dass der Klub die Verträge mit dem Trainertrio aus dem Limmattal verlängern wird, scheint nur noch Formsache zu sein. Cheftrainer Murat Yakin aus Oberengstringen sowie die beiden Assistenten Hakan Yakin (Unterengstringen) und Sasivari (Weiningen) bleiben voraussichtlich ein weiteres Jahr beim FCS.

Apropos. Beim «kleinen FCS», dem Zweitligisten FC Schlieren, wird Sasivari auch in der kommenden Saison auf der Kaderliste zu finden sein. «Wann immer möglich werde ich mit den Jungs trainieren», so der Offensivakteur. Ob er auch in der Meisterschaft zum Einsatz gelangen wird? «Das hängt davon ab, ob mich der Trainer aufstellt», sagt Sasivari lachend. Und auch davon, wie der Spielplan des «grossen FCS» in der Challenge League aussieht.

Ob Selcuk Sasivari (weisses Dress) wieder für den FC Schlieren in der 2. Liga auf Torejagd geht, wird man noch sehen.

Ob Selcuk Sasivari (weisses Dress) wieder für den FC Schlieren in der 2. Liga auf Torejagd geht, wird man noch sehen.

Bild: Manuel Geisser

Fast wäre Sasivari übrigens wieder bei seinem Stammverein FC Dietikon gelandet. Der Weininger, er ist seit 2017 im Besitz der Uefa-A-Lizenz und könnte ein Team in der Promotion League coachen, war im April beim Erstligisten einer von drei Kandidaten für die Nachfolge von Trainer João Paiva. Sasivari:

«Ich hatte ein gutes Gespräch mit dem Vorstand und dem neuen Sportchef Marcello Stellato. Doch nach reiflicher Überlegung habe ich dem FC Dietikon abgesagt und mich für das Interesse des Klubs bedankt.»

Warum keine Rückkehr auf die Dornau? «Ich hätte meine Engagements bei Schaffhausen und Dietikon zwar irgendwie handeln können. In Schaffhausen am Vormittag trainieren und in Dietikon am Abend. Aber wenn ich etwas mache, dann richtig», sagt Sasivari. Kurz nach dessen Absage präsentierte der FCD Daniel Tarone als neuen Übungsleiter.

In der Vorbereitung gegen Atlético Madrid?

Zurück nach Schaffhausen. Wie geht es nach dem letzten Meisterschaftsspiel von morgen Abend weiter? Es werde einen Monat trainingsfrei für alle geben, verrät Sasivari. Am 21. Juni werde dann mit der Vorbereitung für die neue Saison gestartet. Eventuell gibt es für die Schaffhauser noch ein Zückerchen. «Wenn alles klappt, spielen wir ein Testspiel gegen Atlético Madrid», sagt Sasivari. Doch, ob die Spanier in ihr Trainingslager nach Nyon einrücken können, ist aufgrund der aktuellen Lage noch unsicher.