Uitikon Waldegg
Fussball, der grösste gemeinsame Nenner im Giardino Verde

Im Giardino Verde in Uitikon Waldegg gaben sich am Freitag Fussballer, Goldküstler und die Teppichetage die Klinke in die Hand. Mit einer Charity Night sammelten FC-Zürich, Liverpool FC und Football is More Spenden für den guten Zweck.

Daniel Diriwächter
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FCZ-Charity Night
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Gary whelan, Sohn der Legende Ronnie Whelan, gefällt es sehr gut in der Schweiz.
Die Berner Sopranisten Barbara La Faro brillierte mit Verdi-Arien.
Hanspeter Rothmüller, CEO von „Football is More“ (rechts), zusammen mit Curdin Luppi
Symathisches Duo: Sabrina Nikielewski und Mirjam Oertig vom FCZ

FCZ-Charity Night

Daniel Diriwächter

«Fussballer ohne Trikots sind auch nur Menschen», so eine der beiden Damen, die letzten Freitag im Event-Lokal Giardino Verde die Gäste in Empfang nahmen. Der FCZ lud zur vornehmen Charity Night nach Uitikon Waldegg. Goldküste wie Teppichetage flüchteten vor nasskaltem Wetter ins Tropenparadies. In dieser Nacht wurde der Fussball gehuldigt, selbstverständlich für den guten Zweck.

Der Erlös des Abends, inklusive Tombola und Versteigerung, kam den sozialen Projekten des FC-Zürich, der Stiftung Football is More (FIM) und dem Liverpool FC zugute, wie beispielsweise der FCZ-Behindertenmannschaft. Erwähnte «Big 3» organisierten den Abend und wissen, dass «Charity» zieht. «Ich bin gerührt ob dem zahlreichen Erscheinen, denn Fussball ist der weltweit grösste gemeinsame Nenner», so FCZ-Präsident Ancillo Canepa in seiner Ansprache.

Dem Abend ging ein Freundschaftsspiel unter dem Motto «Dads & Lads» (Väter und ihre Burschen) im Stadion Letzigrund voraus. Laut Patrick Lienhart, Medienverantwortlicher des FCZ, war es der erste Match dieser Art für den Club. Petrus selbst hatte kein besonderes Interesse an der Partie «FCZ gegen Liverpool», trotz «Legenden» wie Bruno Brizzi, Roger Kundert oder Thomas Bickel. War das Wetter für die Zürcher Niederlage 2:10 schuld? Für FIM-Geschäftsführer Hanspeter Rothmund war das Spiel dennoch eine Freude: «Fussball ist eine weltweite Sprache und Spiele wie «Dads & Lads» fördern auch das soziale Zusammenleben innerhalb einer Familie.»

Zurück im «Giardino Verde», beim Apéro in der Lounge, die wie das top ausgestattete Baumhaus von Johnny Weissmüller anmutete, wurde wenig vom Spiel gesprochen. Die Truppe aus Liverpool sorgte jedoch für Stimmung nahe der Bar und oft war man versucht, ihnen statt des Champagners doch bitte auch ein Bier zu reichen. Gary Whelan Junior, der mit seinem bekannten Vater anreiste, schwärmte von Zürich: «Ich bin das erste Mal hier und eure Stadt ist wirklich total schön!», so der Kicker, der die Familientradition weiterführen will.

Danach traf Kunst auf Kost: Im grossen Saal herrschte ein wunderbares Ambiente. In diesem «Blue Bayou» (allerdings in sattem Grün) wurden unter Palmen und Kerzenschein die Gäste mit einem dreigängigen Menu verköstigt. Die Unterhaltung dazu bestritten Künstler des Festivals «La Perla», die kommenden August Verdis «Aida» in Pfäffikon ZH aufführen. Die Berner Sopranisten Barbara La Faro, sie ist bald als Aida auf der Bühne, reagierte auf die Frage, warum sie zwischen den Mahlzeiten singe, professionell: «Dieser Abend ist wichtig und die Musik wertvoll. Sie kann die Menschen erreichen.» So nahm eine Charity Night zwischen Fussball, Palmen und «Verdi Unplugged» ihren Lauf und wurde nach Mitternacht mit fetten Beats an der Bar abgerundet. Auch Fussballer wollen schliesslich tanzen.