Fussball
Das Bergdietiker Grümpi ist zurück – doch die Ausgabe in der Halle begeisterte nicht alle gleichermassen

Nach bald zwei Jahren voller Absagen und Verschiebungen kam es zur 20. Ausgabe des Bergdietiker Fussballgrümpi – erstmals in der Halle. Das Spassturnier mit Dach über dem Kopf kam unterschiedlich gut an.

Fabio Müller
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Das Grümpi Bergdietikon fand erstmals in der neu gebauten Schulturnhalle statt.

Das Grümpi Bergdietikon fand erstmals in der neu gebauten Schulturnhalle statt.

Fabio Mueller

Hallenboden statt Fussballwiese war diesen Samstag am Bergdietiker Grümpi angesagt. 14 Teams mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen konnten sich in der neu gebauten Schulturnhalle im Fussball messen. Von Vereinen wie der Pfadi Limmattal oder dem Sportverein Bergdietikon bis hin zu ganzen Familien – am Fussballturnier spielten die verschiedensten Teams.

Ausgetragen wurde das Turnier in den drei Kategorien Kinder, Jugendliche/Erwachsene und Familien. Anforderungen an die Teams gab es keine. Einzig musste eine Teilnahmegebühr von 40 Franken entrichtet werden, die aber mit gratis Würsten und Getränken für die Teilnehmenden retourniert wurde. Laut dem Präsident der Dorfgemeinschaft Bergdietikon, Paul Meier, war das Ziel der Organisatoren schon immer gewesen, dass möglichst viele Teams teilnehmen:

«Das Wichtigste ist, dass alle Spass haben. Es soll ein Spassturnier sein, jeder soll mitmachen, ob Jung und Alt, Männer oder Frauen.»
Die Teams «FC 2.0», «Lost in Translation» und «Mir bruched no en Name» siegten am Grümpi.

Die Teams «FC 2.0», «Lost in Translation» und «Mir bruched no en Name» siegten am Grümpi.

Fabio Mueller

Als Sieger aus dem Turnier gingen die Teams «FC 2.0», «Lost in Translation» und «Mir bruched no en Name» hervor. Allen Teams winkten dank Sponsoren Preise wie Gutscheine oder Fussbälle.

Organisator Paul Meier zog eine positive Bilanz: «Es sind viele Leute gekommen und ich bin zufrieden damit, wie das Turnier gelaufen ist. Auch die ersten Rückmeldungen waren sehr positiv.»

Grümpi stand lange auf der Kippe

Die 20. Ausgabe des Grümpi stand noch bis vor kurzem unter keinem guten Stern (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Letztes Jahr musste es wegen der Coronapandemie abgesagt werden. Auch dieses Jahr konnte es nicht wie geplant im August stattfinden, sondern musste in den Oktober verschoben werden.

Zudem wird die Schulwiese, auf der normalerweise gespielt wird, zurzeit umgebaut. Die Bergdietiker Dorfgemeinschaft entschied sich deswegen, das Turnier in die Halle zu verschieben. Paul Meier ist aber zufrieden mit dem neuen Austragungsort: «Die Halle ist toll. Die Spiele sind wegen der Wände viel schneller und auch spannender.»

Noch nicht klar ist, wie das Grümpi in den nächsten Jahren stattfinden wird. Die Wiese, auf der das Turnier bisher stattgefunden hatte, wird wegen des Umbaus kleiner. Ob darum das Grümpi künftig in der Halle stattfinden wird, lässt Meier offen: «Wir werden nach dem Umbau schauen, wie wir den Anlass weiterführen. Sicher ist aber, dass er weiterhin stattfindet.»

Halle oder Wiese sorgte für Gesprächsstoff

Die Teilnehmenden hatten unterschiedliche Meinungen zum Hallenturnier.

Die Teilnehmenden hatten unterschiedliche Meinungen zum Hallenturnier.

Fabio Mueller

Bei den Teilnehmenden kam das Turnier gut an. Umstritten war aber, ob das diesjährige Grümpi in der Halle besser gewesen war. Die 12-jährige Olivia war der Meinung, dass dem so sei: «Ich finde das Grümpi cool und jetzt, wo es regnet, ist es hier drinnen viel besser.» Anderer Meinung war Vanessa (11):

«Leider kann man in der Halle als Goalie nicht so gut hechten und so fest schiessen. Darum fand ich das Grümpi draussen besser.»

Durchweg gut kam aber die neue Halle an, die im September eingeweiht wurde. «Die Halle ist eine super Sache, sie ist mehr als doppelt so gross wie die alte. Einzig nervt, dass die Gänge so eng sind. Das Wechseln der Spieler ist so ein wenig mühsam», sagte Roman Sutter vom Sportverein Bergdietikon.

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