Zürcher Obergericht
Für Hassan Kiko wars keine Vergewaltigung: "Der Sex war einvernehmlich"

Der Ausbrecher-Häftling Hassan Kiko, der im Februar von einer Aufseherin aus dem Gefängnis Limmattal befreit wurde, ist am Mittwoch vor dem Zürcher Obergericht bei seiner Version der mutmasslichen Vergewaltigung geblieben: Der Sex sei einvernehmlich gewesen.

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Hassan Kiko muss sich vor dem Zürcher Obergericht verantworten.

Hassan Kiko muss sich vor dem Zürcher Obergericht verantworten.

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Der gelernte Coiffeur Hassan Kiko ist angeklagt, weil er eine junge Frau am Tag vor ihrem 16. Geburtstag vergewaltigt haben soll. Gemäss Staatsanwaltschaft fand die Tat im Auto eines Kollegen statt, das auf dem Parkplatz vor einer Shisha-Bar abgestellt war.

In der Befragung betonte der 28-jährige Syrer mehrmals, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei. Die Frau habe sogar mehr Lust gehabt als er. Zudem habe sie ihm gesagt, dass sie 19 Jahre alt gewesen sei. Verteidigt wird der Beschuldigte von Valentin Landmann.

Zu Beginn des Prozesses wurde das Opfer noch einmal zur Vergewaltigung befragt. Um die junge Frau zu schützen, war die Öffentlichkeit davon ausgeschlossen. Auch die Journalisten mussten draussen warten und waren erst zur Befragung des Häftlings zugelassen.

"Sie steht zu mir, auch wenn ich tot bin"

Die 32-jährige Gefängnis-Aufseherin Angela Magdici, die den Syrer im Februar aus dem Gefängnis befreite, verfolgt den Prozess als einzige Zuschauerin mit. Die beiden sind offensichtlich immer noch ein Paar. Er wolle mit ihr zusammen sein, auch wenn er verurteilt werde, sagte der Beschuldigte. "Sie steht sogar zu mir, wenn ich tot bin."