Dietikon
Für geplanten Schulhausneubau kommt nur Stierenmatt infrage

Der Dietiker Stadtrat listet Standorten für einen Schulhausneubau für das Limmatfeld mögliche Grundstücke auf. Wer genau hinschaut, merkt, dass davon eigentlich nur eines infrage kommt: Das Gebiet Stierenmatt.

Meret Michel
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Das geplante Schulhaus im Limmatfeld (auf dem blauen Feld) soll zwölf Schulzimmer umfassen. In Rot ist das stadteigene Grundstück in der Stierenmatt eingezeichnet.istockfoto/Grafik Limmattaler Zeitung

Das geplante Schulhaus im Limmatfeld (auf dem blauen Feld) soll zwölf Schulzimmer umfassen. In Rot ist das stadteigene Grundstück in der Stierenmatt eingezeichnet.istockfoto/Grafik Limmattaler Zeitung

istockfoto/Grafik Limmattaler Zeitung

Seit das Volk die Vorlage Mietschulhaus Limmatfeld letzten November mit 68 Prozent vom Tisch gefegt hat, wird nach Alternativen für neuen Schulraum gesucht. Dabei sind sowohl Neubau als auch Stockwerkeigentum mögliche Optionen, um die Nachfrage nach Schulraum im entstehenden Quartier Limmatfeld zu befriedigen.

Mehr Gestaltungsmöglichkeiten

«Ich bin klar für die Variante Neubau», sagt die SP-Gemeinderätin Catherine Peer. «Die Stadt hätte damit wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten, als wenn sie als Stockwerkeigentümerin die Räume von Halter Immobilien übernehmen würde. Ich denke dabei auch vor allem an den Aussenbereich», so Peer.

Einen geeigneten Standort für den Neubau zu finden, könnte indes schwierig werden. Dies wird aus der Beantwortung einer Interpellation Peers durch den Stadtrat ersichtlich. Konkret fragte die Gemeinderätin mit Bezug auf mögliche Standorte für einen Schulhausbau, wo die Stadt Dietikon Grundstücke besitzt und wie gross diese sind.

Zwar geht der Stadtrat mit seiner Antwort nicht auf das Thema Schule Limmatfeld ein. Er listet lediglich die Grundstücke auf und sagt, welche davon sich innerhalb der Bauzone befinden, ob der Stadtrat über das Baurecht verfügt, und wie gross die jeweiligen Grundstücke sind. Der genaue Blick zeigt jedoch, dass nur ein Grundstück tatsächlich für einen Neubau infrage kommt: Das Gebiet Stierenmatt, das bereits vor der Abstimmung über das Mietschulhaus Thema war.

Projektgruppe schweigt

Denn: «Für den Bau einer Schulanlage muss ein Grundstück mindestens 4300 Quadratmeter gross sein, um genügend Raum für Sportanlage, Schulhaus und Aussenraum zu bieten», sagt Jean-Pierre Balbiani, Schulpräsident und Mitglied der Projektgruppe zur Erarbeitung der Alternativen für die geplatzte Variante Mietschulhaus. Von den insgesamt 99 Grundstücken, die sich im Besitz der Stadt befinden, erfüllen gerade mal 21 diese Voraussetzung. Davon wiederum befinden sich zwölf entweder ausserhalb der Bauzone, oder aber die Stadt verfügt nicht über das Baurecht. Die übrigen acht sind, mit Ausnahme der Stierenmatt, alle entweder im Gebiet Glanzenberg oder im Niederfeld angesiedelt und somit als Standort für eine Schule Limmatfeld ungeeignet.

Balbiani ist sich dessen bewusst. «Wir wissen, wo die Stadt Grundstücke besitzt und welche für einen Neubau infrage kommen oder nicht. Wie der Stadtrat versprochen hat, wird aber zuerst der Gemeinderat über die Arbeit der Arbeitsgruppe informiert.» Weiter will er sich dazu nicht äussern. «Wir befinden uns im Moment in der Diskussionsphase. Während dieser Zeit können wir noch nichts öffentlich sagen.»

Peer ist gespannt auf die Ergebnisse der Projektgruppe. «Die Zusammenarbeit mit den Behörden war diesbezüglich nicht immer einfach. Informationen kamen spärlich und oft sehr spät», so Peer. Sie hofft nun auf konstruktive Lösungsvorschläge.