Schlieren
«Funky» war nicht nur die Musik: Stadtjugendmusik trumpft mit neuem Nachwuchs auf

Die Stadtjugendmusik Schlieren bricht am Jahreskonzert an einem neuen Ort mit neuem Nachwuchs die Tradition.

Cynthia Mira
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Das Jahreskonzert der Stadtjugendmusik Schlieren stand unter dem Motto "Funky Music".
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Die Musikerinnen Mirjam Steiner und Stella Alemanni moderierten den Abend.
Thomas Behnd leitet die Stadtjugendmusik seit zehn Jahren musikalisch.
"Wir haben mit der Tradition gebrochen und sind mit diesem Raum als Alternative fündig geworden", sagt Susanne Dalcher, Präsidentin der Stadtjugendmusik Schlieren.
Neben dem neuen Veranstaltungsort in der Aula Reitmen, spielte zum ersten Mal auch der Nachwuchs der Stadtjugendmusik am Jahreskonzert mit.
Die ganz jungen Mitglieder gingen hinter den Notenständern beinahe verschwunden.
Auch die Tambourengruppe Kreismusik Limmattal war am Jahreskonzert mit dabei.
«Funky» war am Jahreskonzert der Stadtjugendmusik Schlieren nicht nur die Musik
Die Tambouren schwingen die Schlägel. Funky music in der Aula Reitmen Schulhaus
Ryan Hochreutener war mit seinen Eltern am Konzert: "Vielleicht stehe ich in ein paar Jahren selber mit meinem Althorn auf der Bühne."
Urs Habegger kümmerte sich um die lichttechnischen Spezialeffekte am Konzert.

Das Jahreskonzert der Stadtjugendmusik Schlieren stand unter dem Motto "Funky Music".

Cynthia Mira

«Wir wagen einen Versuch», hiess es seitens der Stadtjugendmusik Schlieren in der Einladung zum Jahreskonzert. Die Aussage bezieht sich auf den neuen Austragungsort: Musiziert wurde nicht wie gewohnt im Salmensaal in Schlieren, sondern in der Aula des im Sommer neu eröffneten Schulhauses Reitmen. «Wir haben mit der Tradition gebrochen und sind mit diesem Raum als Alternative fündig geworden», sagt Susanne Dalcher, die seit zehn Jahren Präsidentin des Vereins ist. Allerdings sei es nur eine vorübergehende Location und der Aufwand deutlich grösser, weil der Saal für schulische Zwecke eingerichtet sei. «Dafür konnten neue Gäste im Publikum begrüssen, was ebenfalls mit der neuen Umgebung zusammenhängen dürfte», so Dalcher.

Der Raum bietet für rund 170 Zuhörerinnen und Zuhörer Platz, die auch zahlreich am Konzert erschienen sind und viele Zugaben forderten. Der Eintritt war frei und wer wollte, konnte eine Kollekte spenden.

Eine Herausforderung für den Verein blieb auch im vergangen Jahr der Nachwuchs. Dass mittlerweile ein frischer Wind weht, davon überzeugten die zehn Kinder, als sie das Stück Super Trouper von Abba vortrugen. Dass währenddessen lediglich ihre Füsse hinter den Notenständern zu sehen waren, sorgte im Publikum für einzelne Lacher. «Das Niveau geht in dieser kleinen Gruppe stark auseinander, aber seit langem war wieder ein kleines Konzert mit dem Nachwuchs möglich», sagte Thomas Bhend, der die Stadtjugendmusik seit zehn Jahren musikalisch leitet.

Chefköche servieren Musik

Für einen kreativen Auftritt sorgte die Tambourengruppe der Kreismusik Limmattal, als sie als Chefköche musikalische Leckerbissen zubereiteten und eine eigene Komposition mit Namen «alter Kafi» präsentierten. «Es macht Spass und die Möglichkeiten mit leuchtenden Schlägeln herumzuwirbeln gefallen mir», sagt Musikerin Julia nach dem Konzert.

Die Moderation für den Abend, welcher unter dem Motto «Funky Music» stand, übernahmen die Musikerinnen Mirjam Steiner und Stella Alemanni. «Aus Platzmangel fehlt der Vorhang, was schade ist, aber sonst ist die Aula besonders hinter der Bühne mit Auf- und Abgängen ein lässiger Ort», sagt Steiner, die seit sechs Jahren zum Ensemble gehört.

In den vorderen Reihen sass der neunjährige Ryan Hochreutener: «Es ist schon gut gewesen und das Lied Sofia hat mir am besten gefallen», sagt er und zeigte sich damit als junger Fan des Sängers Alvaro Soler. Vielleicht stehe er in ein paar Jahren selber mit seinem Althorn auf der Bühne. «Wir haben von seinem Musiklehrer den Flyer erhalten und dachten uns, anstatt vor dem Fernseher zu sitzen, kommen wir hierher», so die Eltern Hochreutener.

Der langjährige Techniker Urs Habegger werkelte auch am neuen Ort am Licht herum. Er sei in Schlieren verwurzelt und führe mit seinem Unternehmen Effekte.ch neben Grossanlässe gerne auch kleinere Vereinskonzerte durch. Die Musik klinge sehr gut und der Raum sei brauchbar: «Ein Nachteil ist, dass jeweils auf- und abgebaut werden musste und wir so nach der Hauptprobe nicht alles stehen lassen konnten», sagt er. Dank Habegger gab es am Konzert auch lichttechnisch einige Spezialeffekte.