Dietikon
Fünf Jahre lernen im Provisorium: In der «WolfsmAttika» kehrt Leben ein

Rechtzeitig zum Start ins Schuljahr wurde den Leiterinnen der Schule Wolfsmatt das Mietprovisorium übergeben. Mindestens fünf Jahre lang wird es Schülern und Lehrern als Ausweich-Quartier dienen.

Gabriele Heigl
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Psychomotorik-Raum
19 Bilder
Impressionen vom Schulhaus-Provisorium «WolfsmAttika»
Frischer grüner Bodenbelag
Farbliche Deckengestaltung in den Fluren
Ein lang gestreckter Bau für ein schmales Grundstück
Links der Containerbau, rechts im Hintergrund kann man das rote Wolfsmatter Schulgebäude erkennen
Projektleiter Peter Zurbuchen zeigt den Eröffnungsgästen den Bau
Die Aussenanlagen sind noch nicht komplet fertig
Esther Tonini (ganz links) und Jean-Pierre Balbiani bei der Schlüsselübergabe an die Schulleiterinnen Silvia Fischknecht (rosa Top) und Helen Pianezzi
Das Mietprovisorium grenzt an die Schrebergärten in der Vogelaustrasse
Alles bereit für die Ankunft der erstklässler (1)
Esther Tonini (ganz links) und Jean-Pierre Balbiani bei der Schlüsselübergabe an die Schulleiterinnen Silvia Fischknecht (rosa Top) und Helen Pianezzi (1)
Während der Bauzeit von Mai bis Juli 2016 (1)
Während der Bauzeit von Mai bis Juli 2016 (2)
Während der Bauzeit von Mai bis Juli 2016 (3)
Während der Bauzeit von Mai bis Juli 2016 (4)
Während der Bauzeit von Mai bis Juli 2016 (5)
Während der Bauzeit von Mai bis Juli 2016 (6)
Während der Bauzeit von Mai bis Juli 2016 (7)

Psychomotorik-Raum

Gabriele Heigl

Das war Massarbeit. Erst am vergangenen Freitagabend fand die Schlüsselübergabe statt, und schon drei Tage später zogen die gut 100 Nutzer des Miet-Provisoriums ein: die Schülerinnen und Schüler von vier Schulklassen, darunter zwei erste Klassen sowie deren etwa 15 Lehrpersonen.

Der Dietiker Schulvorstand Jean-Pierre Balbiani konnte bei der Einweihung am Freitag aus den Händen von Hochbauvorsteherin Esther Tonini einen symbolischen Schlüssel in Empfang nehmen, den er praktisch sofort an die Hausherrinnen, die beiden Schulleiterinnen Silvia Fischknecht und Helen Pianezzi, weiterreichte.

Ein schöner Termin für die vier und die anwesenden geladenen Gäste, darunter mehrere Lehrpersonen der Schule Wolfsmatt, Dietiker Politiker und am Bau Beteiligter: überall strahlende Gesichter.

Helle, grosszügige Räume

Der Bau des Provisoriums mit dem wohlklingenden Namen «WolfsmAttika» war notwendig geworden, weil an der Schule umfangreiche Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten anstehen und eine Ausweichlösung gefunden werden musste.

Um bei diesen Arbeiten nicht im Weg zu stehen, wurde der längliche Containertrakt etwa 50 Meter Luftlinie vom eigentlichen Schulgelände entfernt auf der Anhöhe an der Vogelaustrasse gegenüber den Schrebergärten errichtet.

Das zweistöckige Provisorium umfasst sechs Klassenzimmer à 72 Quadratmeter; eines davon wird als Psychomotorik-Raum genutzt. Hinzu kommen noch drei Gruppenräume und ein Lehrerraum sowie Toilettenräume in jedem Geschoss.

Von aussen sieht der Container-Riegel mit der dunkelgrauen Fassade zunächst nicht einladend aus. Ganz anders im Innern: Die Räume sind hell, grosszügig, freundlich und mit neuem Mobiliar ausgestattet. Die Erstklasszimmer waren von den Lehrpersonen besonders liebevoll mit Janosch-Tiger- und Eulen-Zeichnungen an den Tafeln gestaltet worden. Die Gäste bei der Einweihung zeigten sich angetan von den Räumlichkeiten.

Projektleiter Peter Zurbuchen berichtete von den Herausforderungen, die der Bau mit sich brachte, etwa die eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten durch das lange, schmale Grundstück und die «sportliche Ausgangslage» durch den engen Zeitrahmen.

Im November 2015 hatte der Gemeinderat den Gesamtkredit von gut 1,9 Millionen Franken, bestehend aus Bau-, Ausstattungs- und Mietkosten, genehmigt, und am 9. Mai 2016 war Baubeginn.

Die Stadt Dietikon habe mittlerweile 1700 Schulkinder unterzubringen, wusste Schulvorstand Balbiani zu berichten und erwähnte weitere anstehende Schulprojekte, etwa den Umbau der Schuleinheit Steinmürli.

Aber jetzt freute er sich, dass in der Schule Wolfsmatt etwas vorwärtsgeht. «Die Erweiterung stand schon so lange auf der Liste», meinte er.

Für mindestens fünf Jahre wird nun in der «WolfsmAttika» gelehrt und gelernt. So lange liegt die Ausnahmebewilligung des Kantons vor für den Bau innerhalb der Waldabstandslinie.