Stadt Dietikon

Für die Umsetzung aller geplanten Massnahmen wird die Zeit ziemlich knapp

Mit der Aufstellung der Ausweichcontainer bei der Schule Wolfsmatt ist in diesem Jahr eine Schulraum-Massnahme umgesetzt worden. 2017 wird der Wettbewerb zur Erweiterung des eigentlichen Schulhauses durchgeführt werden.

Mit der Aufstellung der Ausweichcontainer bei der Schule Wolfsmatt ist in diesem Jahr eine Schulraum-Massnahme umgesetzt worden. 2017 wird der Wettbewerb zur Erweiterung des eigentlichen Schulhauses durchgeführt werden.

Zur Halbzeit der Legislatur zieht die Stadt Bilanz und sieht sich auf Kurs. Mehr als die Hälfte der geplanten Massnahmen harren allerdings noch der Verwirklichung.

Wenn man die Bilanz seiner Leistungen zieht, unterstreicht man das, was gelungen ist, die Ziele, die erreicht wurden. Dort, wo es harziger lief, wo man keine Erfolge aufweisen kann, schaut man nicht so genau hin. Das liegt in der Natur der Sache.

Am Montag präsentierten Stadtpräsident Otto Müller und Stadtschreiberin Karin Hauser die Legislaturhalbzeitbilanz des Dietiker Stadtrats. «Wir sind mit der Umsetzung unseres Regierungsprogramms auf Kurs», lautete denn auch das zufriedene Fazit von Müller.

Sieht man sich allerdings die puren Zahlen der im Regierungsprogramm von 2014 avisierten Projekte an, wird es wohl sehr knapp mit der Zeit für eine Umsetzung. Von insgesamt 54 Massnahmen seien 18 abgeschlossen. 30 planmässig unterwegs, fünf verzögerten sich und eine werde nicht mehr realisiert, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt. Damit harren also weit über die Hälfte der Projekte noch einer Umsetzung.


Oft hilft nur Lobbyarbeit


Darunter sind allerdings etliche, die nicht im direkten Wirkungsbereich der Stadt liegen, bei denen also Kanton und Bund ein Wörtchen mitzureden haben. «Lobbyarbeit» war auf der gestrigen Medienorientierung denn auch eine häufig verwendete Vokabel. Ob nun beispielsweise bei der S-Bahn-Station Silbern, der Abgeltung der überregionalen Zentrums- und Soziallasten, beim Gestaltungskonzept Reppisch oder beim Bau einer Langsamverkehrsbrücke über die Limmat – häufig ist Lobbyarbeit für die Stadt das einzige zur Verfügung stehende Instrument zwecks Zielerreichung.

Auf einige umgesetzte Massnahmen blickt die Stadtverwaltung stolz zurück. Im Bereich «Siedlung und Mobilität» etwa sei mit dem Anfang Jahr verabschiedeten «Stadtentwicklungskonzept 2025» eine gute Basis für die Stadtentwicklung geschaffen, so Müller, und für die Entwicklung der Mobilität seien mit dem ebenfalls Anfang Jahr verabschiedeten Gesamtverkehrskonzept die Grundlagen erstellt.

Darüber hinaus liefen die Vorbereitungsarbeiten zur Revision des kommunalen Verkehrsrichtplans nach Plan. Zu den unter «Haben» zu verbuchenden Massnahmen befinden sich aber auch wenig komplexe wie etwa die Einrichtung einer Kommunikationsfachstelle, die Fortführung eines einheitlichen Graffitischutzes, die Durchführung einer Kampagne zur Förderung der Bioabfall-Entsorgung oder die neue Weihnachtsbeleuchtung im Zentrum und zusätzlich im Limmatfeld.

Daueraufgaben, die bleiben


Im «Soll» ist die Verwaltung ausser im Bereich «Siedlung und Mobilität» vor allem im Bereich «Finanzen und Wirtschaft». Dort sieht sich die Stadt mit mehreren «Daueraufgaben» konfrontiert, deren komplette Erledigung in weiter Ferne liegt: etwa die Haushaltsoptimierung fortzuführen, die Siedlungserneuerung und Verdichtung entlang der Hauptverkehrsachsen zu fördern und die Verbleibdauer in der Sozialhilfe zu senken. Hier heisst es für den derzeitigen Stadtrat wohl eher, sich den Zielen asymptotisch anzunähern, als sie zu erreichen. Und das gilt auch für kommende Legislaturperioden.

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