Oetwil

Für die perfekte Show schmiert sich Nina Stähelin auch mal Gelatine ins Haar

Die 15-jährige Oetwilerin Nina Stähelin hat schon früh mit Artistic Swimming begonnen. Ihr Ziel hat sie erreicht, nun will sie ihr Wissen an die Jüngeren weitergeben.

Nina Stähelin aus Oetwil hält für längere Zeit die Luft an. Sie taucht ins Wasser ab, während sie die Beine blitzschnell aus dem Wasser streckt und spiralförmig wieder eintauchen lässt. Ist der Kopf über Wasser, grinst sie einem freundlich an. Unter Wasser weicht der Ausdruck einem angestrengten Gesicht.
Die 15-Jährige ist im Artistic Swimming (Synchronschwimmen) zuhause. Als sie damit anfing, gehörte sie zu den ersten Teilnehmerinnen im Kurs des Schwimmclubs Limmattal. Der Verein wurde 2013 in Geroldswil von Ursula Hintermeister, der ehemaligen Leiterin der Schwimmschule Limmattal, ins Leben gerufen. Stähelin war damals in der Grundschule. Seither blieb sie der Sportart treu.

Es braucht Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit

«Meine Freunde verbinden mit dem Synchronschwimmen oft die Nasenklammer und die spezielle Frisur», sagt sie. Die Sportart sei aber anspruchsvoll. Eine Schwierigkeit sei beispielsweise das fehlerfreie Zählen unter Wasser, damit man gleichzeitig mit der Musik die Kür zeigen könne. Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit seien gefordert. Für den perfekten Auftritt schminke sie sich auch gerne. «Ich mag das ganze Prozedere, wenn wir uns in der Garderobe vorbereiten und die Haare mit Gelatine fixieren», sagt sie. Das Grinsen hingegen werde ihr manchmal zu viel, aber es gehöre eben dazu.

Stähelin kann auch den Spagat. Diesen braucht sie für ihre Lieblingsfigur namens Barracuda Spinning. Kerzengerade bis zur Fussspitze streckt sie die Beine aus dem Wasser, bevor diese direkt über der Wasseroberfläche in den Spagat schnellen und geschlossen wieder eintauchen. Ihre persönlichen Ziele hat sie schon erreicht. «Ich wollte den vierten Test bestehen», sagt sie. Das habe sie geschafft und dafür auch härter trainiert. Sechs Tests können im Artistic Swimming insgesamt absolviert werden. Auf Leistungssport setzen wollte sie aber nie. «Wir hatten eine Zeit lang mit den Zürcher Limmat-Nixen Training.» Das sei hart gewesen. Zurzeit werde sie von Lara Soto trainiert. Sie gehörte lange Zeit zur Schweizer Elite im Synchronschwimmen.

Mittlerweile besucht Stähelin die Kantonsschule Limmattal mit Schwerpunkt Wirtschaft. Deswegen kann sie nur noch am Freitagabend ins Training. Auch wegen der Coronapandemie kam es zu einer Trainingsreduktion. «Ich habe ja kein Pool im Garten, um mal eben die Figuren zu üben», sagt sie und lacht. Wenn sie nicht gerade im Wasser tanzt, spielt sie Unihockey. Das sei für sie ein Ausgleich, weil Unihockey ein Teamsport sei, sagt sie. Vor einem Jahr habe sie zudem die Vorstufe zum Jugend- und Sportkurs absolviert. «Ich mag die Arbeit mit Kindern.» Sie wolle das Gelernte im Synchronschwimmen auch an die Jüngeren weitergeben.

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