Limmattal

Für Chläuse beginnt die strengste Zeit

Auch an Märkten sind sie anzutreffen: Samichlaus und Schmutzli letztes Jahr am Muulaffemärt. SFU

Auch an Märkten sind sie anzutreffen: Samichlaus und Schmutzli letztes Jahr am Muulaffemärt. SFU

Nach dem Samichlaus-Einzug werden sie Hunderte Familien und Schulklassen besuchen. «Letztes Jahr machten unsere Teams rund 150 Besuche, dieses Jahr werden es wieder etwa gleich viele sein», sagt Gebi Portmann von der St. Niklausgesellschaft Dietikon.

Nächste Woche sind sie wieder unterwegs, die Männer mit den langen, weissen Bärten und den roten Gewändern. Manchmal fahren sie zusammen mit dem dunkel gewandeten Schmutzli im Auto durch die Dörfer, manchmal sind sie auch zu Fuss mit dem Eseli auf Tour. «Letztes Jahr machten unsere Teams rund 150 Besuche, dieses Jahr werden es wieder etwa gleich viele sein», sagt Gebi Portmann von der St. Niklausgesellschaft Dietikon. Sie besuchen Familien und Kindergartenklassen genauso wie in Spitäler und Altersheime in Dietikon, Bergdietikon, Kindhausen, Geroldswil, Fahrweid, Oetwil und Schlieren.

Lustige Begegnungen

Für Ober- und Unterengstringen, Weiningen, Geroldswil und Oetwil ist die St. Niklausgesellschaft rechtes Limmattal zuständig. Geroldswil und Oetwil sind gleich von zwei Samichlaus-Vereinigungen abgedeckt. Auch in Weiningen sind zusätzlich Männer des Turnvereins verkleidet unterwegs. «Manchmal kommt es dadurch zu lustigen Begegnungen zwischen zwei Chläusen», sagt Moritz Lüthi, der als Präsident die sechs Weininger Samichläuse koordiniert.

Für die Familienbesuche in den Tagen um den 6. Dezember laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bettina Pfister koordiniert diese Besuche für die St. Niklausgesellschaft rechtes Limmattal. «Wir haben bereits jetzt gleich viele Anmeldungen wie letztes Jahr insgesamt», sagt sie. Damals hätten die Chläuse und Schmutzli in den vier Tagen um den 6. Dezember 90 Besuche durchgeführt. Dass sich für den Besuch des Samichlaus mehrere Familien zusammenschliessen, ist laut Pfister keine Seltenheit: Auf 74 Wohnungen kamen 104 Familien. Die restlichen 16 Besuche führten zu Schulklassen, ins Spital oder ins Altersheim.

Ein gutes Nebeneinander

Was die Nachfrage für Familienbesuche angeht, haben die Weininger Samichläuse etwas anderes zu berichten: «Wir haben diese Saison weniger Anmeldungen», so Lüthi. «Der Samstag ist ausgebucht, aber Freitag und Sonntag hätten wir noch Kapazität.»

Während in Weiningen Kapuzenchläuse unterwegs sind, trägt man bei den St. Niklausgesellschaften Bischofsmütze und Stab – konfessionell neutral sind sie alle. «Der heilige Nikolaus war ein katholischer Bischof, also pflegen wir dieses Bild auch», sagt der Dietiker Portmann. Doch so sehr sich Kostüme und Namen der St. Niklausgesellschaften auch ähneln, eine Zusammenarbeit besteht nicht. «Es ist aber ein gutes Nebeneinander, denn wir alle haben das gleiche Ziel: Wir wollen den Leuten eine Freude machen», so Portmann. Die Limmattaler Chläuse arbeiten ehrenamtlich, der Erlös wird an gemeinnützige Organisationen gespendet.

In Dietikon und Oberengstringen sieht man den Samichlaus bereits am Sonntag beim Chlaus-Einzug.

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