Trockenheit und Hitze halten weiter an. Seit Freitag gilt nun auch im Kanton Zürich Feuerverbot im und um den Wald. Ob auch das Feuerwerk am 1. August verboten wird, liegt in der Kompetenz der einzelnen Gemeinden. Das gleiche gilt auch für die kontrollierten Feuer in Siedlungsgebieten, Gärten und auf Terrassen. Sieben Limmattaler Gemeinden haben sich bereits gegen die Knallkörper am nationalen Feiertag entschieden. Die fünf andern wollen die Situation Anfang nächster Woche neu beurteilen. Appelliert wird gemeinhin an den gesunden Menschenverstand. Mittels Flugblättern oder Plakaten ist die Bevölkerung über das Verbot informiert worden. Die Polizei wird in den nächsten Tagen gezielt patrouillieren; so auch die Förster. Bei Nichtbeachten des Verbots gibt es eine Verzeigung oder Busse. Laut Statthalteramt Dietikon dürfte diese «100 Franken und mehr» betragen. Laut Wettervorhersage bleibt es in den kommenden Tagen heiss und trocken.

Die zwölf Limmattaler Gemeinden haben bislang Folgendes beschlossen:

  • Aesch: Alle Brunnen sind abgestellt, offene Feuer im Freien verboten. Kontrollierte Grillfeuer in privaten Gärten und auf Terrassen sind noch erlaubt, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern am 1. August aber nicht.
  • Bergdietikon: Auf dem ganzen Gemeindegebiet gilt ein absolutes Feuerwerks- und Feuerverbot. Für kontrollierte Grillfeuer im Siedlungsgebiet mit einem Abstand von über 200 Metern zu Waldrändern gilt das Verbot allerdings nicht.
  • Birmensdorf: Aktuell ist zirka 10 Prozent weniger Wasservolumen vorhanden als üblich. Eine allfällige Einschränkung im Wasserverbrauch wird am Montag entschieden. Für den 1. August gilt ein grundsätzliches Feuerverbot. Feuerwerk darf nur an der offiziellen 1. August-Feier im Bereich des Gemeindezentrums Brüelmatt auf dem Kiesplatz abgebrannt werden.
  • Dietikon: Das Feuerverbot gilt im ganzen Stadtgebiet. Über ein Verbot für das Abbrennen von Feuerwerk am 1. August wird bis spätestens am Montag entschieden. Das traditionelle Höhenfeuer ist bereits abgesagt worden.
  • Geroldswil: Am Montag will der Gemeinderat entscheiden, ob das Feuerwerksverbot für den 1. August ausgesprochen wird. Den Mietern der öffentlichen Feuerstelle «Moos» wurde bereits abgesagt.
  • Oberengstringen: Ob das Abbrennen von Feuerwerk am 1. August gestattet ist, entscheidet der Gemeinderat bis am Montag. Ansonsten gilt das totale Feuerverbot, auch für Grillfeuer mit Holzkohle in Siedlungsgebieten.
  • Oetwil: Es gilt absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot für den 1. August. Weil die Wetteraussichten auf eine Verschärfung der Brandgefahr hindeuten und schon kleine Funkenwürfe Brände entfachen können, sind auch Grillfeuer mit Holzkohle auf Terrassen und in Schrebergärten verboten.
  • Schlieren: Der Stadtrat Schlieren erlässt per sofort ein totales Feuerwerks- und Feuerverbot im gesamten Stadtgebiet von Schlieren. Das Verbot gilt bis auf Widerruf, voraussichtlich über den 1. August hinaus.
  • Uitikon: Es herrscht ein absolutes Feuer -und Feuerwerksverbot. Die Brunnen sind nicht abgestellt.
  • Unterengstringen: Die Brunnen laufen wie gewohnt weiter. Gesuche von Bauern, welche Limmatwasser beziehen möchten, sind - wie bei den andern Gemeinden - keine eingegangen. Über das Ablassen von Feuerwerk ist noch nicht abschliessend entschieden.
  • Urdorf: Kein Höhenfeuer und kein Feuerwerk am Nationalfeiertag, auch keine offenen Feuer im Garten oder auf Balkonen. Aufhebung des Verbots erst nach ausgiebigen Niederschlägen.
  • Weiningen: Gemäss aktueller Lagebeurteilung ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern am 1. August erlaubt, wobei vom Gemeinderat zu sorgfältigem Umgang aufgerufen wird. Besonders zu beachten ist, dass ein Sicherheitsabstand von 200 Metern zu den Waldrändern eingehalten werden muss.