Das Frühlingskonzert hätte kaum auf ein besseres Datum fallen können. Die Sonne liess die Temperaturen am Samstag auf frühlingshafte 22 Grad steigen. Daniela Jordi, der Organisatorin des Konzerts der Musikschule Dietikon, war das nicht entgangen. Und so dankte sie dem Publikum erst einmal, dass es sich bei diesem Wetter überhaupt im Stadthaus Dietikon eingefunden hatte. Es sei kein Zufall, dass vor allem Ensembles auftraten: «Die Musikschule Dietikon fördert das Zusammenspiel und das gemeinsame Musizieren ganz bewusst», sagte Jordi. Nicht nur habe das eine Verbesserung der Technik und der Genauigkeit zur Folge, sondern sei für die Kinder gerade auch eine soziale Bereicherung.

Das Publikum kam in den Genuss von höchst unterschiedlichen Ensembles und Musikstücken, der einzige rote Faden war vielleicht das Alter der Schülerinnen und Schüler. Viele waren derart jung, dass sie fast hinter ihren Instrumenten zu verschwinden drohten. Einige der Kinder hatten die Stücke als Projekt erarbeitet, bei anderen waren sie die Frucht eines über das ganze Jahr gepflegten Zusammenspiels. Den Auftakt machte mit einer Piraten-Ouvertüre die Stadtjugendmusik Dietikon. Der volle kräftige Ton der Blasinstrumente kontrastierte mit den noch so kleinen Musikanten. Diese aber liessen sich ihr Alter kaum anmerken und spielten unter der Leitung von Rico Felber schon fast so souverän wie die Grossen.

Eindrücklich war auch das darauffolgende Ensemble Cellibassi, geleitet von Eva-Maria Burkard. Verglichen mit dem Vorjahr hatte sich die Anzahl der Kinder etwa verdoppelt, und so gruppierte sich nun fast ein ganzes Streichorchester auf der Bühne. Sechs bekannte Melodien aus aller Welt trugen die Kinder vor. Dass zwischendurch immer wieder ein Geigenbogen auf den Boden fiel, störte sie nicht in ihrer Konzentration.

Effektvolle Flötenwirbel

Sehr effektvoll traten «Die Flötenwirbel» auf. Sie marschierten, bereits eine bekannte Melodie spielend, in den Saal und bestiegen dann langsam von beiden Seiten die Bühne. Hochkonzentriert und in einem fliegenden Wechsel spielten sie darauf einen Ausschnitt aus «Der Frühling» von Antonio Vivaldi. Silke Gwendolyn Schulze hatte sie, so sah und so hörte man, hervorragend vorbereitet.

Das Publikum war nach der Aufführung voll des Lobes. «Ich unterrichte ebenfalls Musik und bin beeindruckt von den verschiedenen Ensembles», sagte Zoryana Mazko aus Dietikon. «Die Kinder spielen mit so viel Liebe zur Musik!» Esther Möhrle aus Zürich war es ein Anliegen, auch auf die Leistung der Lehrerinnen und Lehrer hinzuweisen: «Es steckt eine gewaltige Arbeit hinter so einem Konzert.» Dem gemeinsamen Musizieren mass sie eine hohe Wichtigkeit bei: «Es fördert das Miteinander und lässt Freundschaften entstehen. Diese Kinder werden später sicher nicht einmal abdriften», zeigte sie sich überzeugt.