Kaum sind die letzten Runden gedreht und die letzten Eishockeyschlachten geschlagen, übernehmen die Handwerker: Seit gestern herrscht rund um die Urdorfer Kunsteisbahn Weihermatt Hochbetrieb. Bereits von weitem sind die Motorengeräusche der Sägen zu vernehmen. Warnschilder weisen auf die Gefahren des Holzschlages hin. Wo an sonnigen Wintertagen Auto an Auto stand, markieren rote Hütchen den abgesperrten und nur für Bauarbeiter zugänglichen Bereich.

Rodung wird heute Abend beendet

Auf dem Parkplatz liegen bereits einzelne Rottannen. Weitere werden nächstens folgen. Fachgerecht werden die Bäume gefällt und anschliessend weiter verarbeitet. «Der Förster wird die Bäume schreddern. Die Holzschnitzel werden danach verkauft», erklärt Franz Wipfli, Bereichsleiter Liegenschaften und technische Betriebe der Gemeinde Urdorf. Diese Arbeiten sollen bereits heute Abend erledigt sein. «Der Parkplatz muss bis Ende Woche leer sein. Wir brauchen ihn am Samstag schon wieder», so Wipfli. Denn: Die Fasnachtswagen würden die Parkfelder am grossen Umzug als Kehrplatz nutzen.

Nach dem kommenden Wochenende geht es auf der 1966 errichteten und mittlerweile in die Jahre gekommenen «Weihermatt» erst richtig los. Die Rodungsarbeiten sind nur die Vorboten für die anstehende Sanierung und Erweiterung der Anlage. Diese beginnt am 14. März.

Erst wenn die Bäume weg sind, können die neuen Dachelemente versetzt, der Baustellenzugang sichergestellt und das künftige Hallendach geschützt werden. Zudem tangieren die Bäume die Planungs- und Bauperimeter. So würden die Bäume das aus starkem Kunststoff bestehende Dach beeinträchtigen, sei es durch Nadeln oder bei Sturm durch herabfallende Äste. Eine Wiederbepflanzung beim Parkplatz wird allerdings erwogen. Dann aber nicht mehr mit Rottannen.

Gemäss aktueller Planung wird die sanierte Eisbahn rechtzeitig auf den Beginn der Wintersaison 2011/12 eröffnet werden können. Die Eröffnung des angrenzenden Freibadbetriebs ist auf den Samstag, 7. Mai, geplant. Durch die Bauarbeiten sollte der Sommerbetrieb möglichst nicht beeinträchtigt werden, hofft man in Urdorf.