Während Kinder bisher bereits ab der ersten Klasse ohne Begleitung ins Freibad durften, wird der Einlass neu nur noch für Kinder ab der vierten Klasse oder ab dem zehnten Lebensjahr gewährt. Bis zu diesem Alter seien sich Kinder den Gefahren, die im Wasser lauern, nicht ausreichend bewusst oder könnten sie noch nicht richtig einschätzen, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung. In vielen Gemeinden, so auch in der Stadt Zürich, gelte deshalb eine Limite von zehn Jahren.

Die Änderung der Regelung geht auf eine kleine Anfrage der Gemeindeparlamentarierin Gaby Niederer (QVS) zurück. Darin zeigte sich Niederer besorgt um die Sicherheit der Kinder. Sie fragte den Stadtrat erstens nach den Gründen für die geltende Alterslimite; zweitens nach den Möglichkeiten der Bademeister, die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten; und drittens, ob sich der Stadtrat vorstellen könne, anstelle einer Alterslimite einen Schwimmtest oder Sicherheitscheck als Eintrittsberechtigung einzuführen, um Badeunfällen vorzubeugen.

Auf Niederers erste beiden Fragen antwortete der Stadtrat, dass die bisher geltende Alterslimite aus der alten Badeordnung übernommen worden sei und die Bademeister ihr Möglichstes tun würden, um die Sicherheit aller Badegäste zu gewährleisten. Obwohl der Stadtrat als Reaktion auf Niederers dritte Frage der Ansicht ist, dass ein Schwimmtest oder Sicherheitscheck für jedes Kind einen unverhältnismässigen Aufwand bedeuten würde, sah er Handlungsbedarf. Abklärungen hätten ergeben, dass viele Kinder, welche in die vierte Primarklasse in Schlieren übertreten, Grundkenntnisse im Schwimmen hätten, wie der Stadtrat in seiner Mitteilung schreibt. Deshalb sei er zum Schluss gekommen, dass eine Anpassung der Alterslimite Sinn mache.(az)