Dietikon
Frank Trettin - ein Dietiker auf allen Kanälen

Frank Trettin aus Dietikon steht gerne im Rampenlicht. Er war schon als «Trader» im Fernsehen und als Sänger im Radio. Der Mitarbeiter bei der Kapo Zürich hat es sich zum Hobby gemacht, in der verschiedensten Sendungen aufzutreten.

Sarah Fuhrer
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Mit seiner extrovertierten Art passt Frank Trettin ins Fernsehen.

Mit seiner extrovertierten Art passt Frank Trettin ins Fernsehen.

Sarah Fuhrer

«Wovon sprach Walter Ulbricht, als er sagte ‹Niemand hat die Absicht eine ... zu errichten›?», fragt Roman Kilchsperger die Trader-Kandidatin Dalia Jaber. «Da muss ich einen Joker nehmen», antwortet Jaber und lässt ihren Blick über die Traders schweifen. Schnell bleibt sie beim Dietiker Frank Trettin hängen und ruft: «Die Nummer 13!» Als gebürtiger Berliner weiss er die Antwort sofort: «Eine Mauer.» Mit 3000 Franken verlässt er an diesem Tag das Traders-Studio.

«Wir haben in zwei Tagen sieben Folgen abgedreht», erzählt der 63-jährige Frank Trettin, es sei ein hartes Business. «Zwischen den Drehs lief uns stets eine Frau hinterher, um uns das Gesicht zu pudern.» Auch mit Roman Kilchsperger habe er bei der Gelegenheit ein paar Worte gewechselt. «Im Fernsehen kommt er ganz anders rüber. Ich habe mich gefragt, ob ich wohl mit ihm warm werden könnte – aber er ist ein ganz normaler Typ», so Trettin.

Traumberuf Moderator

Er sei schon immer gerne in der Öffentlichkeit gestanden, sagt Frank Trettin. Erst im Dezember war er mit 150 anderen Sängern im Radiostudio des SRF, um das neue Weihnachtslied von Peter Reber und Bo Katzman aufzunehmen. «Sie haben Sängerinnen und Sänger für den Chor gesucht», erzählt Trettin. «Ich musste nicht lange überlegen und habe mich sofort gemeldet.» An Heiligabend haben sie das Lied «Kerzen im Schein» eingespielt. Frank Trettin liebt solche Aufgaben. Kameras und Zuschauer machen ihn nicht nervös, «egal, ob eine Person zuschaut oder 15 Millionen». Er habe sich immer gut vorstellen können, Moderator zu werden. «Aber das letzte bisschen, der letzte Antrieb hat immer gefehlt», sagt er. Er arbeitet als Zivilangestellter bei der Kantonspolizei Zürich und geht seinem Hobby, auf der Bühne zu stehen, in der Freizeit nach. «Wenn es irgendwo eine Moderation oder einen Sketch braucht, bin ich immer dafür zu haben», sagt der Dietiker.

Als Nächstes zur «Millionenfalle»

Im Januar besucht er für die Sendung «Die Millionenfalle» ein Casting, das er gemeinsam mit seinem erwachsenen Sohn bestreitet. Er sieht sich gerne Quizsendungen an, «um nicht zu verblöden», erklärt er. «Ich habe mir gedacht, ich könnte auch einmal mitmachen.» Er habe sich inzwischen bei etlichen Sendungen beworben. «Es macht mir einfach Spass. Und man kann dabei auch noch Geld gewinnen», so Trettin. Das brauche er aber nicht mehr wirklich. Den grössten Gewinn habe er vor 17 Jahren erhalten: «Da habe ich meine Lebenspartnerin kennen gelernt. Das war mein Sechser im Lotto», sagt er.