Neujahrsapéro

Fortschritt und Entwicklung: Die Dietiker sind 2019 zusammen zuversichtlich

Nach dem Konzert des Sinfonieorchesters Stringendo MKZ genossen die zahlreichen Gäste in der Dietiker Stadthalle den Apéro.

Nach dem Konzert des Sinfonieorchesters Stringendo MKZ genossen die zahlreichen Gäste in der Dietiker Stadthalle den Apéro.

Hunderte starteten mit dem Sinfonieorchester Stringendo der Musikschule Konservatorium Zürich ins neue Jahr. Nicht nur Dietiker kamen, um sie spielen zu hören – die Stadthalle war gut gefüllt und die Stimmung ausgelassen.

Es war ein festliches, von klingenden Gläsern untermaltes Stimmengewirr, gestern Mittag in der Dietiker Stadthalle. Hunderte Dietikerinnen und Dietiker stiessen zusammen aufs neue Jahr an. Mitglieder des Gemeinderats waren darum besorgt, dass kein Glas zu lange leer blieb.

Auch so einige musikbegeisterte Auswärtige waren in die Stadthalle gekommen. Grund dafür war das Sinfonieorchester Stringendo der Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ). Die 12- bis 23-jährigen Streicherinnen und Streicher sind schon in zahlreichen Ländern Europas aufgetreten. Kein Wunder also, dass die Stadthalle gut gefüllt war. Auch auf der Tribüne.

Das Orchester fühlte sich wohl. «Sie haben bewiesen, dass sie ein gutes Publikum nach italienischer Art sind», sagte Jens Lohmann, der das Orchester leitet. Denn die Dietikerinnen und Dietiker waren von der Musik derart angetan, dass sie nach jedem Satz und jedem Stück klatschten. «Das ist in der Zürcher Tonhalle nicht so», sagte Lohmann. Gleich zwei Mitglieder des Orchesters kommen aus Dietikon. «Darum fühlen wir uns Dietikon sowieso sehr verbunden», merkte Lohmann an.

Die Darbietung startete mit einem Violin-Konzert in a-Moll von Johann Sebastian Bach, gefolgt von einer StreicherSerenade von Antonin Dvorak.

Erinnerungen ans Stadtfest

Die Neujahrsrede hielt Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP). Er warb dafür, zuversichtlich in die Zukunft zu gehen. Auch wenn diese – gerade in Dietikon – viel Wandel mit sich bringt. «Fortschritt und Entwicklung bedeuten letztlich auch Annehmlichkeiten, auf die niemand von uns verzichten will», sagte er. Und verwies auf eine Studie, die besagt, dass Optimisten oft eine höhere Lebenserwartung haben.

«Nehmen wir gemeinsam die Herausforderungen an und führen unsere Stadt in eine erfolgreiche Zukunft, damit nicht nur wir, sondern auch künftige Generationen gerne hier leben und mit Stolz sagen können: ‹Ich komme aus Dietikon›», sagte Bachmann weiter. «Gerade das Stadtfest letztes Jahr hat gezeigt, in welcher lebendigen und lebenswerten Stadt wir zuhause sind.»

Auf Bachmanns Neujahrsrede folgte der nächste musikalistische Höhepunkt. Zusammen mit der schon mehrfach ausgezeichneten südkoreanischen Solistin Seung-Yeun Huh am Flügel spielte das Sinfonieorchester ein Klavierkonzert in F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Was sogleich für noch mehr Applaus sorgte. Mit einer Melodie von Peter Tschaikovsky ging es weiter, ehe dann Musik aus dem 20. Jahrhundert im Zentrum stand, nämlich «Typewriter» von Leroy Anderson und «Cinema Paradiso» von Ennio Morricone.

Zum Abschluss spielten die Nachwuchskünstler «Czardas» von Monti und andere Zigeunerweisen. So manche Zuhörer würden sich wohl jederzeit wieder über einen Auftritt des Sinfonieorchester Stringendo MKZ in Dietikon freuen, wie der tosende Schlussapplaus zeigte.

Für das Orchester ist das Jahr 2019 ein besonderes Jahr. Es besteht nämlich seit 1999, wird jetzt also 20 Jahre alt. So wie der Verein «Tischlein deck dich». An diese 1999 in Dietikon entstandene und heute schweizweit bekannte Lebensmittelhilfe-Organisation ging passenderweise die Kollekte des Neujahrskonzerts.

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