Schlieren

Flurin Caviezels witzige Reise durch die ganze Schweiz

Flurin Caviezel spielt vor 200 Zuschauern im Stürmeierhuus sein Programm «S’isch doch asò?»

Bis in die hintersten Reihen war der Saal im Dachgeschoss des Stürmeierhuus in Schlieren gefüllt. Nach einer kurzen Ansprache des Stadtpräsidenten, Toni Brühlmann-Jecklin betrat Flurin Caviezel die Bühne. Er begann seinen Auftritt mit einer «extra für Schlieren aus Chur aufgetriebenen Okarina», wie er seinem Publikum versicherte, und packte die Zuschauer mit seinem musikalischen Talent. Seine Lieder singt er auf Spanisch, Schweizerdeutsch, Italienisch und natürlich auf Rätoromanisch. Seine Sprachvielfalt überzeugt genau so wie seine Musikalität.

Trailer "S'isch doch asò" Flurin Caviezel

Trailer "S'isch doch asò" Flurin Caviezel

Seine musikalische Vielfältigkeit kommt aus seiner Kindheit, erklärt der Bündner: «Ich bin in einem Haus voller Musikinstrumente aufgewachsen und ich bin der, der alles ausprobieren muss.» Tatsächlich findet man auf Caviezels Bühne zahlreiche Instrumente: Clowngeige, Mini-Klavier, Handorgel, Ukulele und sogar ein Teleskop-Alphorn – um einige wenige aufzuzählen.

Ob er nun auf dem Akkordeon auf Spanisch oder auf der Balalaika in erfundener russischer Sprache das russische Volkslied «Korobushka», das selbst Nicht-Russen mitsingen können, anspielt: Das Publikum schaut, lauscht und geniesst Caviezels musikalische und sprachliche Vielseitigkeit.

Die Lacher hatte Caviezel auf sicher: Witze, Anekdoten, Anspielungen auf sprachliche Unterschiede zwischen den Regionen und Kantonen der Schweiz und der Musik brachten den Saal zum Lachen.

«Die verschiedenen Instrumente und Witze fand ich gut», sagt Heidi Gsell aus Schlieren. Caviezel spielt mit Klischees der Schweizer Gesellschaft. Das Verhalten von Pendlern an den Bahnhöfen, die wie eine Tierherde auf den Zug rennen, Politik oder regionale Sprachunterschiede, wie zum Beispiel die verschiedenen Liebeserklärungen, die von einem Bernischen: «Du Modi, wend wotsch, chasch mis Schätzu si», bis zum Zürcherischen: «Anyway, I love you» reichen, werden auf verschiedenste Art und Weise im Programm einbezogen.

Caviezel selbst sagt nach seinem Auftritt: «Ich bin Fan von diesem Saal. Er erinnert mich an unsere Säle in Graubünden. Er entspricht nicht meiner Vorstellung von einem ‹Zürcher› Saal. Ich fühlte mich ein wenig wie auf dem Land.»

Der rätoromanische Charme

«Als Bündnerin hat mir natürlich alles im Bündnerdialekt gefallen», sagt Erica Brühlmann-Jecklin nach dem Auftritt. Als der Kabarettist als Zugabe ein rätoromanisches Lied auf seinem Mini-Bandoneon anspielt, folgen ihm 200 Stimmen. Flurin Caviezel vermag es, sein Publikum mit seinem musikalischen Talent, seiner Vielsprachigkeit und seinen Anekdoten auf eine Reise durch die ganze Schweiz und auch ausserhalb ihrer Grenzen zu entführen.

Für diejenigen, die den Auftritt verpasst haben: Sie können ihn in der Sendung «Spasspartout» des Schweizer Fernsehens am 18. November sehen.

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