«Auf die Plätze, fertig, los!», ruft Schwimmlehrerin Patrizia Barbieri. Es platscht und spritzt, als sich die drei Primarschüler auf ihr Zeichen hin ins Wasser stürzen und sogleich losschwimmen. Vom Bassinrand her werden sie von Eltern und Kameraden angefeuert, manche Schwimmleistung wird gar mit dem Handy aufgezeichnet.

Prustend setzen die Kinder zum Endspurt an und dann sind die 50 Meter auch schon vorbei. Als Belohnung gibts den Bon für einen Hotdog, die gestoppte Zeit wird von den Helfern notiert, bevor bereits die nächsten jungen Schwimmer starten.

Wettschwimmen als Tradition

Wie jedes Jahr wird im Schwimmbad Im Moos «De schnällscht Schlieremer Fisch» gesucht. Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler, die in Schlieren die 1. bis 6. Klasse besuchen. Dass dann aber die Badi so stark bevölkert ist, schreibt man gerne dem strahlend blauen Himmel und den angenehmen Temperaturen zu.

Dieses Jahr starteten 107 Schlieremer Kinder. Wer jedoch schon zahlreiche Male mit dabei war, weiss, dass der Andrang Jahr für Jahr so gross ist, da kann es wohl nicht nur am Wetter liegen. Seit über 45 Jahren wird der schnellste Schwimmer nun schon Sommer für Sommer auserkoren und wurde so zu einem richtigen Traditionsanlass. Viele der Helfer und Eltern, die nun ihre Kinder beim Schwimmen anfeuern, schwammen vor Jahren selbst auch schon um die Wette.

Obwohl es am Schluss eine Rangverlesung gibt, viele sind ganz nach dem Motto «dabei sein ist alles» hier. Dass das Ganze vor allem ein Plauschanlass ist, zeigt sich auch in der lockeren Atmosphäre rund ums Wettkampfbecken: da wird geplaudert und herumgetobt, sich gesonnt und in den übrigen Bassins gebadet.

Und so wurde das Wettschwimmen für alle zum gelungenen Anlass – die Gewinnerinnen und Gewinner, von denen es dank verschiedener Kategorien jede Menge gab, freuten sich einfach noch ein bisschen mehr.