Dass die katholische Kirche Schlieren ihr neues Pfarreizentrum auf dem Kiesplatz zwischen Uitikonerstrasse und SBB-Trassee erstellt, ist für die Feuerwehr ein Problem. So zumindest sieht es der Schlieremer SVP-Gemeinderat Hans-Ulrich Etter. Er reichte beim Stadtrat vor rund anderthalb Jahren ein Postulat ein, in welchem er auf den Parkplatz Engpass der Feuerwehr aufmerksam machte. Nun veröffentliche der Stadtrat seine Stellungnahme. Die Exekutive beantragt dem Stadtparlament, Etters Vorstoss abzuschreiben.

Das Problem ist simpel. Die Mitglieder der Schlieremer Feuerwehr pflegten anlässlich von Übungen und von Ernstfällen, ihre Privatfahrzeuge auf dem Kiesplatz der katholischen Kirche abzustellen. Dieser Platz ist jedoch derzeit eine Baustelle.

«Alternative öffentliche Parkplätze bei der Trubler-Hütte sind mit einer kostenpflichtigen Parkregelung versehen und werden zudem intensiv genutzt», schreibt Etter in seinem Vorstoss. Bei der Lemp-Schüür bestehe ein Parkverbot. Zudem wäre es von diesen Parkplätzen aus noch ein längerer Fussweg zum Feuerwehrdepot in der Überbauung Büelhof. «Im Ausrück- beziehungsweise im Alarmfall würde dies die Ausrückzeit verlängern», so Etter.

Rechts und links des Depots an der Uitikonerstrasse seien zudem Verbotstafeln angebracht. So bestehe derzeit für die Mitglieder der Feuerwehr keine Möglichkeit, ihre Privatfahrzeuge legal zu parkieren.

Parkplatz auf Dach als Option

Der Stadtrat pflichtet Etter bei. So stehe der Kiesplatz der katholischen Kirche während den Bauarbeiten den Feuerwehrangehörigen tatsächlich nicht zur Verfügung. Erschwerend komme hinzu, dass für die Renovation des Wohnhauses Büelhof eine Baubewilligung benötigt werde.

In dieser würden nun zusätzliche Mieter- und Besucherparkplätze gefordert. Im Büelhof würden jedoch auch der Zivilschutz und das Leihmaterial Platz benötigen. Es bestehen aber auch durchaus Optionen, die wohl kostspielig sein dürften. «Da in unmittelbarer Nähe des Büelhofs kein freier Platz vorhanden ist, könnte allenfalls in die Höhe auf dem Dach des Gebäudes oder in die Tiefe, eine Neubau-Tiefgarage, ausgewichen werden», schreibt der Stadtrat. Deshalb traf er Vorkehrungen für den Zeitraum, wenn die Bauarbeiten des neuen Pfarreizentrums abgeschlossen sind.

«Die Verantwortlichen sind einverstanden, dass die Feuerwehrangehörigen im Einsatzfall die neuen Parkplätze der katholischen Kirche benutzen», schreibt der Stadtrat. Aber: «Es muss grundsätzlich zwischen Übung und Einsatz unterschieden werden», resümiert der Stadtrat.

Für Übungen erachte er es als zumutbar, dass Feuerwehr-Angehörige weiter entfernte Parkplätze benutzen und wenige 100 Meter zu Fuss zurücklegen. Für Einsätze im Ernstfall stehen nach Abschluss der Bauarbeiten der katholischen Kirche wieder Parkplätze zur Verfügung. Zudem könne auch der Platz beim alten katholischen Pfarrhaus genutzt werden.

Der Stadtrat erachte diese Variante als die vorerst geeignetste und günstigste Lösung, weshalb es keine weiteren Massnahmen benötige.