Sommer Night Party
Feststimmung zwischen Tannen, Tischen und Bänken

Das Waldfest des Knabenvereins gehört seit vierzehn Jahren zum Aescher Sommer wie das Sechseläuten zu Zürich. Die aufgestellte Party im Grünhaldenwald hat auch bei garstigem Wetter nicht an Reiz verloren.

Christian Murer
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Stimmungsvolles Festen und Feiern im Aescher Grünhaldenwald. Mu

Stimmungsvolles Festen und Feiern im Aescher Grünhaldenwald. Mu

Limmattaler Zeitung

Ein Fest ist ein Fest. Und bekanntlich soll Mann – sprich Knabe – eben feiern, wie die Feste fallen. So einfach ist das. Bestimmt war dies auch vor vierzehn Jahren der zündende Gedanke des Aescher Knabenvereins, sowohl «Mädchen» wie «Knaben» zu einer vergnüglichen Sommer Night Party ins Grüne zu locken. In ein idyllisches Waldstück nämlich – dort bei Fuchs und Hase, bei Ameisen, Käuzchen, Mäusen und Rehen.

DJ heizt Stimmung an

Hier also, wo für gewöhnlich Fuchs und Hase einander Gute Nacht wünschen, füllen sich an diesem Samstagabend allmählich die dichten Bankreihen, sodass gegen Mitternacht auf dem Platz sowie in der Bar feuchtfröhlich die Post abgeht. Der DJ gibt sein Bestes und heizt die Stimmung zwischen den Tannen, Tischen und Bänken tüchtig an. Unter der grossen Zeltblache plaudert und träumt das Partyvolk von den bevorstehenden Sommerferien oder erzählt von vergangenen Urlaubstagen auf den Malediven oder auf «Balkonia».

Allerdings: Was ist eine Summer Night Party ohne die Festwirtschaft? Der Grill ist – einmal mehr – Roger Bäumler, dem ehemaligen Präsidenten des Knabenvereins, vorbehalten. Dort brutzeln Steaks und Würste. Für die saftigen Hamburger sorgt Kassier Michael Sablonier. In der Fritteuse werden die bleichen Kartoffelstängeli zu Pommes frites gebräunt. Und eine Schar von emsigen Kellnern sorgt dafür, dass Bier, Wein, Mineralwasser und Kaffee in Strömen fliessen.

Friedliches Waldfest

«Wir wollen die Geselligkeit pflegen und in der freien Natur gemütlich zusammen sein», umschreibt Knabenverein-Präsident Michel Rasi die Idee des jährlichen Aescher Waldfestes. Berti und Hans Ruedi Schmidinger aus Urdorf geniessen mit ihrer Enkelin Alina (9) und ihrem Enkel Nio (7) den gemütlichen Abend im Wald. «Leider hat uns der Regen doch noch erreicht», bilanzierte Rasi am Sonntagmorgen. Allerdings hätten es die Gäste sehr gelassen genommen. Die Tanzbühne sei deswegen nicht weniger besucht worden. Zudem: «Die grossen Renner waren definitiv der Kaffee und die Nussgipfel», so der Präsident des Aescher Knabenvereins. Stolz ist Rasi vor allem auf die Blachen-Konstruktion: «Diese hat sich definitiv gelohnt.» Trotz mehrheitlich schlechtem Wetter sei die Party nämlich an beiden Abenden ein voller Erfolg gewesen.

Farbige Muntermacher an der Bar

Dass dem tatsächlich so ist, zeigte sich ebenso in der Bar. Dort konnten sich all die Matten und Müden mit farbigen Muntermachern erneut flott machen. Auf der kleinen Tanzfläche tummelten sich bis in die frühen Morgenstunden die eher «älteren Semester». Das Jungvolk vergnügte sich lieber in der Bar. Ab und zu wunderte sich eine Eule über den lauten Sound. Fuchs und Hase hatten sich inzwischen längst Gute Nacht gesagt und sich in ihre Höhlen verkrochen.