1. August
Festreden im Limmattal: Sieben Wünsche für die Schweiz und die Region

Auch im Limmattal wird heute Mittwoch der Nationalfeiertag begangen. Wir berichten laufend über die aktuellen Ereignisse und die Festreden in den Gemeinden.

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In Bergdietikon spendeten die Bäume Schatten
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Die Musikgesellschaft Eggenwil spielte in Bergdietikon
In Bergdietikon sprach der Gemeindeammann von Spreitenbach, Valentin Schmid
Als Redner auf dem Geroldswiler Dorfplatz war der Schlieremer Kantonsrat Pierre Dalcher geladen
Der Geroldswiler Dorfplatz war schon am Vormittag gut gefüllt
In Uitikon sprach die Sicherheitsvorsteherin Barbara Furrer
In Uitikon tanzte die Trachtengruppe zu den Klängen der Harmonie Birmensdorf
Für die Musik in Geroldswil sorgte das Trio Haudegen aus Zug
Die Gäste in Uitkon waren dankbar für das Sonnensegel
In Geroldswil gab es für die Besucher 1
Festrednerin Brigitta Johner vor grossem Publikum in Dietikon
An der Feier auf dem Kirchplatz in Dietikon wird Risotto geschöpft
Die Stadtmusik Dietikon spielt bei der Feier auf dem Kirchplatz die Nationalhymne
Gut besuchte Bundesfeier auf dem Kirchplatz in Dietikon
Die Bundesfeier in Aesch war beschaulich und friedlich
Gute Stimmung beim Forsthaus in Aesch
Der Dietiker Sozialvorstand Johannes Felber sprach in Aesch
Bevor Schlierens Sozialvorstand Robert Welti in Unterengstringen ans Rednerpult trat, tanzte er mit der Trachtengruppe Schlieren
Die Bundesfeiern im Limmattal
Auch die Kleinsten waren von der Bundesfeier begeistert
In Birmensdorf hielt der Glarner Alt-Stände- und Regierungsrat Kaspar Rhyner die Festrede

In Bergdietikon spendeten die Bäume Schatten

AZ

In seiner Ansprache zum 1.August im Fluegarten setzte Lucas Arnet, der Schlieremer Parlamentspräsident, einen besonderen Schwerpunkt auf die Freiwilligenarbeit. «Freiwilligenarbeit ist sowohl das Fundament unseres politischen Systems als auch wichtige Grundlage für eine sinnvolle Freizeitgestaltung vor allem der Kinder und Jugendlichen», sagt Arnet. «Nur durch Zusatzengagement kann das System funktionieren.»

In Oetwil forderte Gemeinderat Urs Landis die Bevölkerung auf, ihr Glück, in der Schweiz geboren zu sein, mehr wert zu schätzen und dem Land dies auch in irgendeiner Form zurückzugeben. Dies könne beispielsweise durch ein ehrenamtliches Engagement sein.

Bei der Bundesfeier auf dem Dietiker Kirchplatz trug Festrednerin Brigitta Johner, 2. Vizepräsidentin des Zürcher Kantonsrats (FDP), sieben Wünsche vor: die Heimat schätzen und schützen, Solidarität, Einsatz für Frieden und Freiheit, Sorge tragen. Und ganz speziell für den Bezirk Dietikon: «Wir müssen uns noch besser positionieren im Kanton, in der Schweiz. Wir haben viel zu bieten.» Dazu müssten aber der Wirtschaft gute Bedingungen geboten, Infrastruktur, Gesundheitsversorgung sowie Sicherheit und Schutz gewährleistet werden. «Für all das wünsche ich uns Weitblick, um frühzeitig agieren zu können und nicht reagieren oder gar reparieren zu müssen. Und ich wünsche allen, Jung und Alt, Achtung und Respekt füreinander und den Mut, den Fleiss und den Willen, die Zukunft unserer Region gemeinsam zu gestalten.»

Als Redner nach Geroldswil geladen war der Schlieremer SVP-Kantonsrat Pierre Dalcher. Auf dem Dorfplatz erklärte er, dass wir uns angesichts solcher Themen wie Verkehr und Lärm rund um den Rangierbahnhof, „überlegen müssen, wie wir die verschiedenen Komitees zu einem starken, gebündelten Sprachrohr des Limmattals und des Bezirks Dietikon bilden können".

In Uitikon rief die Sicherheitsvorsteherin Barbara Furrer (FDP) zum Dialog und zur Zusammenarbeit auf. «Ich bin mir sicher, dass es zu einem sehr grossen Teil das Miteinander aller wichtigen Kräfte ist, das uns in den vergangenen rund hundert Jahren zu dieser einmaligen Ansammlung von Vorteilen verholfen hat.» Furrer betonte die Wichtigkeit von gegenseitigem Respekt, Rücksichtnahme und Sinn für die Gemeinschaft. Sie mache sich aber Sorgen, dass diese Werte an Gewicht verlieren würden. Mit dem Ruf nach einer starken Hand und kompromisslosem Durchgreifen lasse sich oft mehr Beifall ernten. «Oft geht vergessen, dass Durchgreifen allein noch nie ein Problem gelöst - aber schon oft ein Fass zum Überlaufen gebracht hat.»

In Bergdietikon sprach der Gemeindeammann von Spreitenbach, Valentin Schmid. Er betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden. Diese hätten auch mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, so zum Beispiel im Asylwesen.

Nachbarschaft war das Thema des Schlieremer Sozialvorstandes Rober Welti. Er sprach auf dem Gut Sonnenberg zu den Festbesuchern. „Wir können uns die Nachbarn in aller Regel nicht aussuchen. Wir müssen uns aber mit ihnen arrangieren", so Welti. Dazu gehöre Respekt und Toleranz. In diesem Sinne hoffe er, dass Unterengstringen und Schlieren auch in Zukunft gute Nachbarn bleiben.

Für die Festrede in Oberengstringen konnte der Aescher Nationalrat Hans Egloff (SVP) gewonnen werde. Der zurzeit einzige Limmattaler Vertreter in Bern forderte Bürgerinnen und Bürger mit einer eigenen Meinung.

In Aesch fragte sich der Dietiker Sozialvorstand Johannes Felber (CVP), was wohl Winkelried gesagt hätte, wenn er sähe, wie wir heute mit der so hart erkämpften Selbstbestimmung umgehen. Mit der «Regelwut» und den zunehmenden Bestrafungsgebühren könne er nichts anfangen, sagte er zu den zahlreich erschienen Besuchern beim Forsthaus Aesch. Felber plädierte für neue Ansätze, «die auf Ermöglichen ausgerichtet sind und nicht auf Bestrafen oder Belasten».

In Birmensdorf gastierte als Festredner der Glarner Alt-Stände- und Regierungsrat Kaspar Rhyner (FDP). Er wies darauf hin, dass der hohe Wert der Bildung in dieser Gesellschaft, ihr hoher Lebensstandart oder etwa auch ihre Stabilität, im Ausland bewundert würden. Es gelte deshalb, diese Werte zu bewahren, auch in einer Gesellschaft, die zunehmend kosmopolitischer werde.

In Weiningen kehrte mit SP-Nationalrat Thomas Hardegger ein ehemaliges Gemeindemitglied als Festredner zu seinen Wurzeln zurück. In seiner Ansprache stellte er das Konzept der Genossenschaften als löbliche Wirtschafts- und Gemeinschaftsform der gegenwärtigen Gesellschaft des Wettbewerbs und der Spekulationen gegenüber. Die Schweiz sei eine „Eid-Genossenschaft" und somit eine Schicksalsgemeinschaft, erklärte Hardegger. Zukünftige Herausforderungen, wie der bewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen, müssten alle Teile der Bevölkerung gemeinsam meistern, sagte er: „Schliesslich sitzen wir alle im selben Boot."

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