So haben Rochus Burtscher (SVP, Dietikon), Pierre Dalcher (SVP, Schlieren), Andreas Geistlich (FDP, Schlieren) und René Gutknecht (GLP, Urdorf), die vier neu gewählten Mitglieder des Zürcher Kantonsparlaments aus dem Bezirk Dietikon, ihre erste Ratssitzung erlebt.

Die Bewegungsfreiheit muss man sich, so die übereinstimmende Erkenntnis der Kantonsrats-«Neulinge», die in der Mehrzahl alles andere als politische und parlamentarische Anfänger sind, auch auf dieser Stufe und in diesem Gremium erst einmal erkämpfen. «Sich eingewöhnen und den Betrieb genau kennen lernen», lautet denn auch die Maxime. Er plane einen «sachten Start», meinte etwa ein entspannter René Gutknecht gegenüber der azLimmattaler Zeitung.

Für ihn wie für seine drei Kollegen aus dem Bezirk – und alle anderen Ratsmitglieder: frisch gewählte, jahrelang erprobte – war die erste Sitzung aber ein besonderes Ereignis – auch wenn man sich darauf inhaltlich noch kaum speziell vorbereiten musste. Denn die Konstituierung ist in erster Linie eine feierliche Angelegenheit, die alle vier Jahre einem klaren Ablauf mit mehreren Wahlgeschäften folgt. Aber eben auch eine spezielle Sitzung mit vielen erwartungsfrohen Gesichtern.

«Das Limmattal begleiten»

Das politische Alltagsgeschäft folgt dann spätestens in einer Woche. Für Andreas Geistlich wird es insbesondere darum gehen, die Entwicklung des Limmattals von der kantonalen Ebene aus intensiv zu begleiten. «Die Rahmenbedingungen müssen stimmen», so der FDP-Vertreter aus Schlieren. Ein Punkt dabei: Öffentlicher Verkehr und Individualverkehr dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Es reiche nicht, dass Dietikon und der Bezirk im Kanton wahrgenommen werden, sagt Rochus Burtscher. Die Region müsse auch gefördert und unterstützt werden. Diese gelte insbesondere bei den dringlichen Angelegenheit wie Gubrist und Gateway. Als Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur will Burtscher im Schulbereich weiter politisch Akzente setzen. «Das schönste wäre, wenn hier für das Limmattal die gleichen Bedinungen wie für die Städte Zürich und Winterthur gelten würden.» Zuerst aber wolle er sich einarbeiten: «Vorstösse kommen dann schon noch.»

Das gilt auch für Pierre Dalcher: In der Anfangsphase gehe es darum, sich in Themen einzulesen und zu merken, «wie der Hase läuft». Der Kantonsrat sei zwangsläufig etwas anderes als der Schlieremer Gemeinderat – allein schon von der Grösse her: «Dort war man einer von 36, jetzt ist man einer von 180.» Dalcher geht davon aus, dass ihn die neue Aufgabe täglich eine bis eineinhalb Stunden beschäftigen wird. Als wichtige Themen, bei denen er Schwerpunkte setzen will, bezeichnet er Wirtschaft und Verkehr. Die Wahl in die Kommission für Planung und Bau kommt ihm da nicht ungelegen.