Diesen Sonntag stehen die Gesamterneuerungswahlen der evangelisch-reformierten Bezirkskirchenpflegen an. Dabei wird das Verfahren der stillen Wahl angewendet. Solange nicht mehr Kandidaten zur Verfügung stehen, als Sitze zu vergeben sind, kommt es gar nicht erst zur Urnenwahl und die Kandidaten gelten automatisch als gewählt.

Im Bezirk Dietikon wurden vier der fünf Mitglieder mithilfe dieses Verfahrens bestimmt. Wie bereits die letzten vier Jahre haben bis zu den nächsten Wahlen im Jahr 2023 Pierre Dalcher aus Schlieren, Christoph Metzler aus Dietikon und Steffen Kelch aus Oberengstringen je einen Sitz der Bezirkskirchenpflege inne. Neu hinzugekommen ist zudem Kurt Pech aus Oetwil. Thomas Del Bon und Anita Meerson sind zurückgetreten.

Eine leere Zeile auf dem Wahlzettel

Wer das fünfte Mitglied der neuen Bezirkskirchenpflege sein wird, ist noch offen. Da sich kein weiterer Kandidat finden liess, können die Stimmberechtigten diesen Sonntag an der Urne selber einen Namen für die leere Zeile auf dem Wahlzettel vorschlagen.

Pierre Dalcher, Präsident der Bezirkskirchenpflege

«Zu viert können wir auch arbeiten, aber wir kommen nicht darum herum, eine fünfte Person zu finden.»

Pierre Dalcher, Präsident der Bezirkskirchenpflege

Falls die Person mit den meisten Stimmen ihre Wahl ablehnen wird, findet ein zweiter Wahlgang statt, wie der Präsident der Bezirkskirchenpflege, Pierre Dalcher, der Limmattaler Zeitung auf Anfrage mitteilt. Ein Termin steht jedoch noch nicht fest. «Zu viert können wir auch arbeiten, aber wir kommen nicht darum herum, eine fünfte Person zu finden», so Dalcher. «Erstens ist die Mitgliederzahl nun gerade und zweitens ist die Arbeitslast für vier Personen sehr hoch.»

Eine gerade Zahl könnte bei internen Abstimmungen zum Problem werden. Aufgrund der momentanen Situation hätten sich jedoch bereits zwei bis drei Interessenten gemeldet, verrät Dalcher. «Mit denen muss man aber noch vertieft reden. Sicher ist noch nichts.» Eine Deadline, um jemanden zu finden, gebe es zwar keine, Dalcher hoffe aber dennoch darauf, dass so bald wie möglich ein Kandidat gefunden werde. «Da wir bisher nur Männer sind, würden wir uns besonders über eine weibliche Kandidatin freuen.»